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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 10 · p. Seite 395

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 10
Article
Das Buch der Jubiläen
Date
1856-01-01
Page
Seite 395 (sequence 16)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 395 und Sitteulebeu der alexandrimscben Juden, gerubt haben. Bon manci>cm (besetze berichtet Pbilo ausdrücklich, daß es Biele 1 od>ovücl> fanden, fo die Beschnciduug tvgl. de! (,ircumcisioue j>. 802). Und nicht nur bei den, nach beutigcm Ausdrucke, Weltlichgesinnten z,l Alexandrien machte sieb eine Geringschätzung des (Gesetzes bemerkbar, selbst die zu Philo Zählenden trifft, wenn auch in etwas anderem Sinne, diese Anklage. Bielen Gebildeten in Alexandrien, die sich sogar für die vorzugsweise Frommen, für von der Gottbeit Inspinrte luelten, galt die symbolische'Auffassung der Schrift als die ausschließliche, in den Sinn und Weift der Worte und der Gesetze eingebende Erklärung-): Philo, der Repräsentant dieser Schule, sagt ausdrücklich: die Gesetze sind ihrem Wortsinne nach gleich dem Körper, der ln ihnen verborgene Sinn gleich der Seeles. Hierdurch verlor natürlich die Ausübung selbst an Wertb und Gewicht; sie setzte sich nicht als Selbstzweck, sie diente nur einer lwhern Idee zum Gewand: war der Geist erfaßt, wozu bedurfte es der Hüllet). Was Philo dieser Ansicht, die, wie es scheint, sich zumeist gegen den Sabbat und die Beschuetduug geltend machtet, entgegensetzt, ist sehr schwach und war schwerlich geeignet, Jene von ihrer Meinung abzubringenFür die-Gegner dieser Richtung, die dem Gesetze nach seiner Realität anhingen und sich nicht für berechtigt hielten, einen die Ausübung des Gesetzes verdrängenden Sinn aufzufinden, lag also reichlicher Stoff zum Gifern für das Gesetz und zur Warnung gegen dessen Uebertretung vor. Mit solchem ivtfcv tritt nun das B. d. I. für mehrere Gesetze, die es iu Ägypten — Alexaudrieu. — bedroht sab, bervor, gibt ilmen ein hohes, bis zu den Patriarchen binausreichendes Alter, erweitert ihren Umfang und will sie durch beftige Androbnngen vor jeder Beeinträchtigung sicher stellen. Wir verfolgen diesen Weg, der uns vollständig die Tendenz des B. d. I. erkennen lassen wird. Daß schon früh Sagen cursirten und man einzelne Züge bibl. Personen mit glanzendem Golorit ausschmück'te, ist aus Iosephus und den älteren Midraschim bekannt; und trugen sich auch die Inden Ägyptens mit manchen Sagen, so muß nicht ängstlich 2) lieber die Weise dieser stundolischeu Forschung vgl. die obige Abhandlung Ueber paläst. und alexandr. Schriftforschung S. 29 ff. :13 ff. 3) Migratio Abraham! p. 402: TaCra fxkv awjAcm ^oix^vcu vop{£«v. ^uXlf5 ^k öxecvA. 4) Da), etai yap 01 rove סדף־קvogous 9u[1ßoX0( voy)T(5v Tipayga- Twv ־uTcoXafAjJavovTe«, ta gkv ayav rpcp£ßu0av, tg>v Sk potougw; ciXty<*)ptjaav. 5) Vgl. das. 0) Vgl. das. und de Oireume'm. p. 803.

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