Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Das Buch der Jubiläen
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 391 (sequence 12)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsätze. m also nicht reichlich. Daber wurde, wo ein 6wseh über Opfer u. dgl. in! Bortbeile des l eil. X^icnftce« und der Priester gedeutet werdcii konnte, eine solche TnUim^ beklebt. 50 das (^eseg Levit. ^7, 32: ״U!id aller Zelmten des Rindes- und desSebases u. s. w. sei heilig-dem (*wigen". (*(ne U'citcrc Bestiminung ist nicht angegeben; 111 Palästina erklärte nmn, der Zehnten ist ein Opfer, dessen 'Blut und ,>U auf den Altar, das Fleisch dem (o'igentbumer gebäre (die Priester batten gar keinen Ankbeil an dem Zehnten des Vieles). Das B. d. F. bat (3, 42): ״Und alle Zehnten vom Nindviel^ und von Schafen sind dem Herrn heilig und seinen Priestern solleli sie geboren, daß sic essen vor ibm, von Fabr zu Fabr". Dasselbe gilt auch von der Frucht im vierten Fahre. Die Sehnst bat Levit. 19, 2h. ,cheilig zur Lobpreisung des Ewigen". Die Palästin. bezogen dieses i^ese(;, wie oben S. 3X4 bemerkt wurde, auf den (*igentbümer, das B. d. F. beziebt cs auf den Altar und die Priester, vgl. oben das. (*in Umstand vorzüglich drängte zu einer tief eingreifenden Disserenz. Fn Palästina wurde der Monat nach dem Neumond bestimmt; und cs gab in fruberer Z>e!r bierfür keine sire BerechliUlig, sondern es wurde auf Aussage von Zeugen, welche den neuen Mond gesehen, voll dem großen iMcruttol'ofc zu Ferusalem der Beginn des Monats sestgestellt; und dieser wiirde früher diireh Zeichen, später diirch Sendbotnl h*u (*ntserliten bekannt gemacht Zn de!i weit (*ntsernteu gelangte diese Mtttbeilung oft erst nach der Hälfte des Monats, und cs wurdell daber, wie aus dem jiid. Katenderwesen bekannt ist, von diesen die Feiertage doppelt begangen. Wie sollte man aber im Tempel zu Leontopolis ausbelsen'r' Die Festopfer stnd nach der L-chrift ans den Tag schert, tonnen ausschließlich nur au einem und niebt a r! ch au einem andern Tage dargebracht werden: der doppelte Feiertag würde also keinen Ausweg geboten baden. Die M'onatsbestimmilng war daber eine Lebensfrage für den Leontopol. Tempel. Wiirde wie in Palästina nach dem Neumonde gerechnet --- und diese Fch'irnng tonnte nur in Palästina startsinden, vgl. Lylibedriu LI und sonst - , so mußte der Leontopol. Tempel auf fein Bestehen verzichten; er mußte an den Feiertagen, wo zulneist die zu ihm Zählenden versammelt waren, seine Functionen einstellen: und welebes größere (*wständnlß seiner Unechtbeit konnte er adlcgen! So nnirde er zu einem Auswege gedrängt, wie ihn das B. d. F angibt: man nahm einen fixen Kalender an, daö Fahr zu XVI Wochen. ״Und alle Tage, die verordnet sind, sind 52 Sabbate 7) Vgl. 2. Fakrg. S. 41J ff.