Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Das Buch der Jubiläen
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 386 (sequence 7)
- Language
- German
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386 Wissenschaftliche Aufsalze. stellt Beer uns. 15r inHt Kitf B. d. I. in Alerandricn entstehen, sucht aber seinen Ursprung im Samantailismus auf. (v$ wird von maudu11־ (späteren) Autoren von einer samantauisckeu Eeete, den Dosithäeru, berichtet, so beuamtt nach ihrem Begründer Doütbäus. Dieser Dositlmus sedeiut eine Amalgamiruug der Juden mit den Samaritanern beabsichtigt zu haben, und seine Lepren mochten in Ägypten, dem ^ande des Syneretisnms, leiebt Anl'änaer finden. (>׳iu Dositbäer scheint nach lneoreren Biertmaleu, die das B. d. I. mit den Normen der Samaritaner gemein bat, der Verfasser dieses Buches $n sein (vgl. ausführlich Beer in der Eingangs gedachten Monographie S. 50—70)• Hat auch diese Ansicht manches (Gewinnende, so dürfte sie dennoch aus mehreren Gründen nicht lnrltbar sein. Abgesehen davon, daß über den Dositbäus und die von ihn! verbreiteten lehren gar zu w^nig bekannt ist, und hier Alles aus dem nnsichern Boden gnvagter ombinationen ruhet, so besindet sich das B. d. I. in völligem (Gegensätze zu den den SamaritanismuS ckaratterisirendell 6u׳llndzügen. Die Samaritaner halten, wie Mannt, den Tempel auf dem Berge b>arisinr für heilig, und verabschenen Zion und seinen Tempel. Ferner erblicken sie in Iebuda einen Rechtsräuber, die Regierung gebühre Iosepb: und erkennen die Davidische Dynastie nickt an. (5'ndlich kennen sie außer dem Pentateuch und dem bis ans die Hadnaniscke Zeit herabgehenden samarit. Buebe Iosua kein anderes Buck der Bibel — Propheten und Hagtograpben — 8>. Wie verhalt fick hierzu das B. d. I.'r' ״Zion Ierusalen! wird beilig sein", wird dem Moses verkündet (vgl. oben S. 313 und weiter). - Jakob bringt (3, 30. 40) seine beiden Sol ne Levi und Juda zu Isaak, welcher sic segnete. ״Und zu ^uda sprach er: Der Herr gebe dir .Orast Palast, schrieben sie auch nicht griechisch, sondern hebräisch. ' Alle Merkmale des B. d. I. sprechen also laut gegen einen cssenischen Verfasser. I. mein! zwar, die frappante Verwandtschaft des Midrasch Wajissau mir einigen (fr־ Zahlungen des B. d. I zeige, das; dieses Nch zum Lbeite bei den Juden in bcbr. Sprache erbalten; allein dieses beweist nur, daß ein Jude Manches aus diesem Buche überseht habe, ein ungefähres Verbällniß wie Iosippon zu Ioscpbus. Der hebr. Ltvl dieses Midrasch Wajissau weist ibm ein Zeitalter mir dem späten Sefer Ha ja schar und der Legcndenbagada (vgl. oben S. 3l2) an. (Das; das B. d. I. 2, 246 hat ״es gibt keine Uebergebung״ für (rinschaltung, vgl. Icllinck S-. X. Amnerk. 2, ist nicht befremdend. - Der Vers, polemisirt das gegen die nach dem Monde übliche Berechnung, die עיבור intH'k'htc, und gab daber diesen 'Ausdruck -- vergl. (Lrubin wörtlich wieder.) Vgl. Walton, Prolcgomcna c. 7. Gesenius, de Pen tat. Samarit. origiuc. Kirchheim, Karmc Schomron.