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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 10 · p. Seite 370

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 10
Article
Rabbi Simon ben Jochai
Date
1856-01-01
Page
Seite 370 (sequence 6)
Language
German
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70ז: Rabbi «intim ln־n Iochai. wie ov Cid) ailsdrückt, al« eine Hede ans der Hede (המטות טתרוסוה) der Akiba'schen Ha!adlet i(ייittin (>7 :!). Diese Peinlid!keir in der Prü'nng des von seineui deiner lleberkonuneuen ziebt ihm denn mich den Tadel eines geistreichen Zeitgenossen, des I׳'ai den Je- I׳»da, z», der <Abot di :>1'. Nakban 1!S (viiho von ihm sagt: ״er mahle viel, dringe ader!venig da hei heraus." Bon N. Simon darüber ן» stkcde gestellt, deutet dieser seine einen Doppelsinn znlassenden Worte (ט והן דיבת ומע*א קמעא) dahin, daß er habe sagen wollen, er mahle viel, d. h. treibe viel, und bringe wenig berans, d. h. lasse wenig verloren gehend- Jedenfalls liegt in diesem Tadel ein Lob der Selbsiständigkeit, das einem Lehrer wie Akiba gegenüber nicht gering anznschlagen ist. Noch bestimmter )1 dir er den hagadischen Auslegungen desselben seine eigenen entgegen. So sagt er (Tosesta Sota 6) ausdrücklich: Bier Verse hat Akiba ansgelegt, und ich gebe meiner eigenen Auslegung den Vorzug, woraus er dann eine AVvitif der Akiba'schen und seine eigene Dentnng folge» läßt. Wie ans mehrere der hervorragenden Jünger Akiba's lauf N. Meir die Miscknia, ans N. Nebemias die Tosesta, auf R- Jebuda der Sisra), so wird auch auf N. Simon ein wichtiger Thcil des traditionelle» Schrifleuthumc׳, der Sisri, znrückgeführt. Daß damit nicht die Nedaelion des uns jetzt vorliegenden Buches dieses Namens gemeint sein kann, geht neben manchem Einzelnen'׳> nngwridentig daraus hervor, daß :>>. Simon selbst an überaus zahlreichen Stellen mit Andern eoutroversirend darin eingefnbrt ist. Bekannilieh jedod) sind sännutliche Schriften, die den traditionellen Stofs behandeln, nicht bios ihrem Inhalte, sondern selbst ihrer ursprünglichen Anordnung nach weck älter als ihre endgültige Nedaetio», so daß die Nachricht des Talmud, N. Simon habe nach den Vorträgen des Akiba die erste Anordnung des Sisri gemacht, üt keinem Widerspruche steht mit den Spuren späterer Abfassung in dem jetzt vorliegenden Buche. Eine dem R. Simon eigenthümliche, nicht von seinem Lehrer überkommene Methode der SchristanSlegnng, ist das Znrückführen der biblischen Gebote auf ihren Grund und die Anwcndnug desselben auf-die Bestimmung der praktischen Geltung dieses Gebotes i> Zn der Parallelstelle NÜtti» (»7:» i|t letztere Deutung, als wäre sic die einzig richtige und mögliche, den Worten gleich l-eigefügt. L> R. (iliia kommt im Sifri שלח לד 'c vor.

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