Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 355 (sequence 4)
- Language
- German
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Necensionen und Anzeigen. 355 erwähntem Codex befindet sich ein Thcil dieser höchst interessanten Korrespondenz (~שאלות שאל ר' הלל טפיררא מן החכם הלה ר׳ ז5־חי הלוי כשהיה דר כעיר רומי רבחא), welche der Arzt R. Isaak vermittelte ומפני שאני על ממעי לשוב אל א־ץ מולדתי לשכב עש אכותי הסכמתי עם החכם ר׳ יצחק הרופא צב״י לכתוב לך השובה על שאלתך כבל וה שכתבת מעניני המאמר הנכבד בס׳ טורה נבוכים). R. Hillcl stimmte seinen Ansickten nicht bei und erwiderte in einem böchft gereizten Tone, so daß der Abschreiber Anstand genommen hat, diese Erwiderung niedcrznschreiben. Bon dem Gegenstand des ' Streites werden wir aber in dem Schreiben von R. Serachja unterrichtet. R. Hillcl, welcher die »laimunische Theorie, daß die übernatürlicken Erscheinungen, welche uns die heilige Schrift erzählt, nur propbetische Visionen gewesen seien, nicht mit allen ihren Konsequenzen annehmen mochte, machte es, wie einmal Fichte sagt, daß es Leute gebe, welche bei einem Streit, ob zweimal zwei vier oder fünf sei, den Mittelwez Vorschlägen, anzunehmcn, daß die Größe 4'/־ betrage. So sagt N. Hillcl, daß ex zwar nicht annchme, daß Engel in menschlicher Gestatt irgend einem Menschen erscheinen können und ihre Wabrnehmung daher nur eine Vision sei, die mit dieser Vision in Verbindung stehende Thatsachc, oder das in deren Folge stattgcfundene Ereigniß aber dürfe und könne nicht anders als in eoneretcr Wirklichkeit aufgesaßt werden. Jacob habe daher allerdings den Engel nur in einer prophetischen Erscheinung gesehen, das Ringen mit demselben, in Folge dessen er hinkte, wäre aber Thatfache gewesen; der Engel habe nämlich durch eine göttliche Kraft die Lust in solche stoßende Schwingungen versetzt, daß Jacob durch den Druck der Luft verletzt wurde. So sei auch die Erzählung von Bileams Esel keine Vision gewesen, aber dennoch habe der Esel nicht gesprochen, die Laute, welche Bileam gehört, seien aber wie die Töne der Instrumente durch die Vibrationen der Lust entstanden, welche der Engel durch fortschreitende Schwingungen hcrvorgebracht habe. R. Serachja stellt ihm in seiner Entgegnung das Absurde dieser Erklärungsweise vor, die er, wie er sagt, ״sicherlich von den albernen Gelehrten des Landes, welches er verlassen, überkommen habe; an seinen gebrauchten Ausdrücken sei sogar die arabische Uebcrtragung nicht zu verkennen". An einer andern Stelle sagt er: והראיה עצמך כאהד מן ׳.האשכנזים אשר לא ראו אור כשהקים R. Hillcl scheint ungeachtet seiner Verehrung von Maimuni, die er in dem cdirten Briefe darlegt, dennoch den hohen philosophischen Standpunkt desselben nicht erfaßt und sich mehr der mysteriösen Richtung von Moses ben Nachman zugeneigt zu haben, was ihm auch R. Serachja vorwirft: ב׳ דבריך נוטים אתר דעת Z7*