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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 9 · p. Seite 332

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 9
Article
Briefe aus Jerusalem
Date
1856-01-01
Page
Seite 332 (sequence 3)
Language
German
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332 Briefe aus Jerusalem. noniiueuc Resultat derselben mitzutbeilen: Versammelt waren die Ehachamii» mit dem Vorsitzenden Ehackam-Paschi 15 — und die Vorsteher je 2 von jeder der sieben liier bcstebenden Gemeinden, die wir mit ihrem Namen und ihrer Seelenzahl hier aufführen: Gemeinde Sephardini 3500 ״ Aschkcnasim ״Peruschim" 770 ״Ebassidim" 430 ״österreichische" 145 ״Warschauer" 145 ״Ehabat" 00 ״Deutsche" 57 5137 Möge diese Ziffer gleichzeitig als Berichtigung der in verschiedenen Reisehandbüchern irrig mitgetbcilten Zahl der Juden in Jerusalem dienen. Nach einer dreistündige» Debatte, deren Details für die religiösen, geistigen, sittlichen und Familien-Zustande Jerusalems bezeichnend und merkwürdig waren, in deren Schilderung wir jedoch dem aufmerksam beobachtende» deutschen Schriftsteller, der uns gewiß seine Nciscerlebniffe schildern wird, nicht vorgreifen wollen, wurde zur Abstimmung geschritten. Es stimmten gegen die Annahme der Anstalt acht, für die An« nähme siebzebn der Anwesenden; unter den Letzteren der Ebacham- Paschi mit seinem Kollegium, als geistliche Behörde der Israeliten der heil. Stadt; und ein Vorsteher der Gemeinde ״Ehassidim" und der ״deutschen" Genieinde. Nachdem so die überwiegend große Majorität sich für die Grün« düng der eben so humanen, als Eultur und Sittlichkeit fördcrndcu Anstalt ausgesprochen hatte, trug der Vorsitzende auf eine zweite Sitzung an, in welcher von denen, die zugestimmt hatten, und von Herrn I)r. L. A. Frankl ein Programm entworfen und angenommen werden sollte. Um dieses so glückliche Resultat zu begreifen, ist es nöthig zu bemerken, daß die sephardischc Gemeinde wegen sehr trauriger Gcrinö« gensverhältnisse schon vor zwei Jahren zu ihre», tiefsten Leidwesen gezwungen war, ihre Religionsschule aufzulösen um durch Verkauf des für dieselbe bestimmten Hauses sich aus dringender Verlegenheit zu helfen. Eine zweite, noch größere gesellte sich hinzu. Wie bekannt, erließ der Chacham-Paschi von Konstantinopel bald nach der Veröffentlichung des ״Hat" die gemessenste Aufforderung an alle Ehachamim des tür-

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