Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Das Buch der Jubiläen
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 315 (sequence 5)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 815 fln'l'jlv'u Verstößen Men denselben. Bei den jüd. Hagadisten taucht von der frühesten bis auf die späteste Zeit nirgend eine solche Grschei- 1111111! tuif, es zeigt sich allenthalben das tiefste Hineinlcben in den Tert: der Hag ad ist nimmt ihn nicht nur zur «Grundlage, sonder» er ist von ihm so durchdrungen, und cS bildet der Tert bis auf die kleinste Nüanee das LcbenSelement der Hagada, daß ein Abweichen, rin Widerspruch nicht denkbar ist; und welche Ausnabme wurde aucl׳ bei der aufopferndsten Hoei׳schähung und Ueberivachung des!׳. T. ein den Text eorrumpirender Midrasch gefunden haben! — Kragen wir aber »ocb weiter, um auf den Vers, zu gelangen, in welcher Sprache dieses Bueb ursprünglich sei verfaßt worden. Der heutige äthiopische Text ist, wie an vielen Stellen zu ersehe», aus dem griechischen überseht (vgl. Dillmann 8. Iahrb, S. 88); war aber das Original griechisch oder hebräisch? Dillmann führt (das.) Stellen an, die von Benutzung der Septuaginta zeige», hält ihnen aber Stellen gegenüber, in denen der Verf. dem Hebr.? folgt, auch gibt er hebräisch-aramäische (Etymologien mancher P'igenuamen. ״Die Uebereinstimmungen mit der Septuaginta können auf Rechnung des griechischen Uebcrsetzers gesetzt werde»; und bleibt aus inneren Gründen zweiselbast, welche Annahme die richtige sei, so entscheidet für das hebräische Original das Zeugniß bei Hieronymus" (das. S. 80). Dillmann ist bei einzelnen Ausdrücke» stellen geblieben, für die freilich der Uebcrseyer verantwortlich gemacht werden kan»; allein es ist an ganzen Stelle», deren Autheutie nicht bezweifelt werden kann, die Benutzung der Scpt. nachzuweisen. (>. 24 heißt eö: ״Die Knaben deS Isaak gruben nach einem Brunnen und fanden kein Wasser, sie gingen hin und sagten ihm daß sie kein Wasser fanden." Dieses ist nach der Scpt. Genes. 26, 32 xat £?~av, oux, sypojjiev u℘ der 1). T. hat: v'v ויאמרו לו טצא;ו. Daß diese Stelle in dieser Iorm dem ursprünglichen Verf. angehöre, beweiset das darauffolgende: ״Und Isaak sprach, ich habe den Pbilistern geschworen und dies ist die Sache". Und es wird weiter erzählt, daß Isaak an jenem Tage erkannte, die Philister haben falsch geschworen und er verfluchte sie an jenem Tage u. s. w. Weil die Knaben kein Wasser gefunden (die Philist, waren nach der Annahme des Verf. hinderlich), darum erkannte Isaak, die Philister haben falsch geschworen. — Noch schlagender ist der e. 8 (2. Jahr!׳. S.240) nach derSept. zugcsetzte postdiluvianischeKainam, als Sohn des ArphaSkad (אי־פכשד). Die Authcntieität dieser Stelle ergibt c. 2, wo von 22 Werken, die in den sechs Tagen der Schöpfung geschaffen wurden, erzählt wird, und der siebente Tag war Sabbat» den Gott dem Same» Jakobs lehren wird, daß sie an deuiselben Sabbat halten