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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 7 · p. Seite 280

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1856-01-01
Page
Seite 280 (sequence 3)
Language
German
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280 Neccnsionen und Anzeigen. Wirkung des ״Pbadon" (wobei die Urtbeile Göschels und Schleier- Michers über dieses Werk mitgetbeilt werden); es folgt dann eine Parallelisirnng der religiösen Ansichten Mendelssohns und Lessings, worin Ersterer — auf dem rationalen Boden des mosaischen GolteSbegnsseS sielend - allerdings einen bedeutenden Vorsprung!׳alte. — Ist der Ansspruch, ״daß Messing als Jraginentist viele Aehnlichkeit mit Voltaire bade" ltN, nicht stichhaltig, — denn Lessing könnte man etwa nur ״äußerlichen" nicht ״innerlichen" Fragilielltismns zeihen, wie dieser bei Voltaire vorwaltete, so empfiehlt sich bingegeu d!e iS.37u. s.» ausführlicher durchgesubrte Vergleichung M.'s mit Sokrates. Weniger gelungen ist die Parallelisirung mit Mainionites iS. 42). .Glied and; Mendelssol'n in seiner klaren lind rationalen Darstellungswelse vielfach jenenl geistigen Heros des 12. Ial׳rb., so kann, »nan doeb nicht eigentlich bebanvten, wie der Vers, sieb ausdrückt: ״Was Moses, der Solu Maimons, im 12. Iabrbundert für die Inden in! Orient unternabm, das vollsührte Moses, der Sol-n Mendels,!m IN. Ialu'h. für seine Brüder des OceidentS re." - Mendelssobn leistete in mancher Beziehung mehr als Maiinoliides durch seilte fruchtbringende deutsche Uebersegung des Pentateuchs und den Anstoß, den er dadurch zu besserem Verstand-mß der bell. Schrift bei den Inden gab; durch seine lucht für die Juden specwll, sondern für die wissenschaftlich Gebildeten aller Völker verfaßten Vlülosophischen Schriften; ferner durch den innigen Verkehr, worin er mit den geistigen Äoriphaen seiner Zeit stand, und den Einfluß, den er hierdurch ans die Umbildung der inneren sowie äußeren Verbaltnisse seiner Glaubensgenossen übte. Dahingegen bleibt Maimonidee hervorragend durch sein unübertroffenes Riesenwerk Misebneb Torah. Die Einwirkung seiner ״Festsetzung der Glattbensgnindsajze" und seines ״Vioreh" auf die philosophische Dogmatik des Indentbums war, wenn auch nachhaltig und bedeutend, doch mehr theoretischer Natur und hatte weniger praktischen Einfluß aus die jüdische Gesittung, als .Mendelssobns Bestrebungen. — Wollte man Mendelssobn mit einem großen Manne des jüd Mittelalters vergleichen, so Ware dies eher mit £ aadias G aon. Auch dieser übersetzte die heil. Schrcht in die Landesspräche, schrieb sein Emunoth Wedeotb nicht gcradebin blos für Eingeweibte, sondern überhaupt zu Beseitigung mancher Vorurtbeile in der Religion, und war einer der ersten jüdischen Autoren, die arabisch schrieben, wie Mendelssohn einer der ersten Juden war, die als Schriftstettcr in deutscher Sprache ausrraleu. — Am 2. Abschnitt (S. 44—97) flel;et der Berf. auf Mendelssohns Philosophie speeieller ein und beleuchtet sie nach ihren drei Hauptfor-

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