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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 7 · p. Seite 264

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 7
Article
Briefe aus Wien
Date
1856-01-01
Page
Seite 264 (sequence 3)
Language
German
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264 Briefe au$ Wim. hall'cä Jabrbnndert dauern wird, wo man aber nach dm Antccedentnm aus ein segenreicbes Wirken rechnen und jahlcu kann: oder eine solche Kraft zu gebrauchen, die zu Hoffnungen, sogar zu großen Hoffnungen berechtigt, wo aber der Beweis erst geliefert werden muß, daß man sich niebt getauscht babe. (5 s ist überbauet eigeurbümlieb, wie sich in letzter Zeit in dieser Beziehung die Ansichten geändert haben. Tonst suchte eine große Gemeinde einen Mann zu ihrem Teelenhirreu, der ,.die Krone des Alters" aus feinem Haupte trug. Man wollte die Leitung der religiösen Angelegenbeiten einem Manne überlaffen wissen, der vielerfahren in! Leben ist: setzt will man zunächst der Jugend Kraft und Fülle. — Alchtsde.stoweniger geben wir uns der Hoffnung bin, es werde der rechte Mann gesunden werden. Wo jede Rücksicht schweigt, wo bei allen, die diese Frage ju lösen haben, der (5ine Gedanke vorwaltet, die Sache im Auge 511 haben, da wird sieb auch der Mann dazu finden, (5$ ist das eben die Lichtseite der hiesigen Gemcindeverbaltniffe. daß der Unfug, wie er jetzt in Kebillot getrieben wird, wo jeder seine Meinung zur Geltung bringen will, hier nicht statt findet G Fll welcher Weise hier der Tiun rege ist, um Großcs und (5Mc$ zu fördern, bat wobl die texte Zeit deutlich gezeigt. Die Armen.insialr hat durch die persönliche Verwendung der neugewäblten Borste! er statt der früheren jährlichen Beiträge von beiläufig A bis TiOOO F!., jent 12 bis 13,000 Fl. Einnahme. Die Anstalt bat aber auch durch die größeren Mittel, die ibr zuflossen, in bedeutender Weise il׳ren W.rlungskreis ausgedehnt. Abgesehen von den Pensionen, die diejenigen Armen genießen, die seit einer Ncibe von Fahren hier wohnen und die in größerem Maße als sonst vertheilt werden: abgesehen von den (vaben, die an Durchreisende u. A. verabreicht werden, um der momentanen Notb abzubelten, bat sich der Vorstand dieses Zustirutes angelegen sem lassen, durch nahmbafte dbntcrstüxung. durch Vorschuß an Geld u. s. w. hier und dort der Armutb gründlich abzubelfen. Als wahrhaft wobltbätig muß aneh die Kostanstalt genannt werden. Gs wird, nämlich den Armen die Gelegenheit geboten, für einen sehr billigen Preis eine gute nahrhafte Kost zu erhalten. Man ging von dem richtigen Grundfaxe aus, den Armen nicht ganz der Sorge um das Leben zu cntMvu und so den!selben die Kost umsonst 511 bieten. 1) Für diejenigen, die sich näher bei dieser Frage intercssiren, sei bemerkt, daß der begabte •vcrr Dr. Joel. Lehrer am Seminar zu Breslau, von der Concurrenz zu׳.׳ückgctreten ist.

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