Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Noch ein Wort zur Soharstelle Abschnitt Balak
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 3)
- Language
- German
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Notizen. 237 Datums teufet Herr I. in seinem ״Bet Hamitrasch" וביומא שחיתאה auf Donnerstag, meine Erklärung ging auf tiefe Deutung ein und fant ein altes Datum. Nun siut Emendatione» mit künstliche Erklärungsweisen in schwierigen Stellen der Schriftsteller nur dann zulässig, wenn man auf keine untere Weise eine deutliche Einsicht in taS Sachverhältnist erlangt. Ich werte nun וביומא שתיהאה wörtlich für Freitag aunehmcu und das Datum als ein altes na eine eisen. Die Stelle lautet: 'וביומא שתיתאה יחחזי בכ״ה יוטץ לירהא שתיחאה ובו, t. 11. Freitag teil .25. Elul 11. s. w. Nun kann seit der Einführung des jütischen Kalenders der 25. Elul nie an Freitag eintreffcn. weil nach der Einrichtung des jütischen Kalenders Elul 21» Tage hat, mithin, wenn der 25. El»! ein Freitag ist. müßte der erste Tisehri ein Mittwoch sei», was wegen לא אד״ו באש nicht sein kann. Hieraus folgt, das, taS geschilderte Ereignis! seit Einführung des jütischen Kalenters nicht möglich ist, es must also vorher gewesen sein und das Datum ist daher alt. Nun wollen wir das Datum naher untersuchen. Die Mifcbna Noseh Haschana IE enthalt die Verordnung, das! auch Boten nach allen Richtungen abgescbictt werten, um den Juten in der Elolah die Anzeige zu machen, >• Elul 211 oder 30 Tage habe. Bei Besprechung tiefer Verordnung im Talmud!Nosch Haschana 111 und an einigen anderen. Stellen, Nosch Haschana 32 und Beza 0 und 22, wird ein Ausspruch des N. Ehanina har Eabana erwähnt, tast seit der Zeit des Esra niemals Elul 30 Tage hatte, dennoch aber wird dort die Möglichkeit einer solchen IahreSform, daß Elul 30 Tage habe, nicht ausgeschlossen, und daher die Verorduung der Mischna gerechtfertigt. R. Etanina bar Eabana war ein Schüler Samuels, letzterer starb um das Jahr 250 p., und es muß daher das Ereignist der Soharstelle zwischen dieser Zeit etwa und der Einführung unseres Kalenders liegen. Daß solche Falle von 30lagigen Elul in dieser Zeit Vorkommen, beweist die Stelle Nosch Haschana 20 ביאתא ע ולא אמר עברוה לאלול. Nimm» man nun die Resultate neuerer Forschungen z» Hülfe, welche, gestützt aus einer Angabe teö Iesod Olam Maamar 4, Perek 5 und deren Rechtfertigung in Meor Enajim Pcrek 25 Seite 06. 2. (Mantuaer Ausgabe), und auf erlangten astronomischen Rechnungsresultaten, die Reformation des jütischen Kalenders um das Jahr 4117!>. einführen, so ist wiederum das Jahr 367 p., da die anderen wichtigeren Angaben der Schilderung des Sohar in diesem Jahre vor- Händen waren, zur Erläuterung dieser Soharstelle anwendbar. Schließlich werde ich einen Rechnungsfehler in der Interpretation des Herrn I. Nachweisen, woraus die Unmöglichkeit des Jahres 1280 Frankel, Monatsschrift. V. 6. 18