Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Briefe aus Österreich
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 4)
- Language
- German
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Briefe oiu* Oesterreich. 211) verbunden sind und derartige Dinge sich überhaupt sehr in die IMuflC sieben, u\w alles tu Ungarn nicht stattfand, so tauten aucli Scheidungen in diesem ^ronlande öftovo als anderswo vor. Dasselbe Vorrecht batten auch die Rabbttter in Betreff der Trauungen. An'Ungarn gab es bei den Anden teilte l^ebttttsbücher n. s. w. Wer sich daher trauen lassen wollte, batte bei keiner Behörde dartttn zu petiretn er ging zum Rabbitter ttttd die Sache war abgethan. Alle diese Prärogative sittd mit der neuen Ordnung der Dinge gefallen uttd geschwunden. Wer sich in Ungarn niederlassen will oder wer ans einem andern Uronlande dabiu zieht, bat dieselben Schritte;11 machen, wie int gattzett älaiserstaatc; atteb ist die Autonomie der Rabbiner -aus bürgerlichem Gebiete gebroeben. Wenn wir atteb geneigt waren, dieses als Berittst zu betrachten, so sittd bingegen die Bortbeile, die die neue Zeit den jüdischen Bewobnern dieses ätronlattdeS gebracht bat, weit überwiegettd. Bor allem rechnen toir dazu, dass die Niederlassung überall gestartet tst. Att dett ״töniglichen Freistädten", die früher dett Anden nttzttgängltch waren, befinden sich jetzt überall Anden. und ebenso tu den Bergstadten. Als h.uriosnm führe ich au, das srnber, wo es dett Anden verbotet! war in-den B׳ergstadten zu wobnen, eitt An de Pächter der tatserlicbett Ovalgrnben war. GS war Herr A. N. (^oldsebtnidt in Wiett, der!tu vorigen Aabre starb, wo die Pachtung ans die hrben überging. Ferner müssen wir bervorbeben, das; überall wo Anden wointen, sie in politischer Beziehung mit den christlichen Bewohnern (ritte Me* meinde bildet!"). Wäluend es srnber kaum möglich war, dasr ein Ande in hotuntunalangelegenbeiten auch nur das lleittste Atttt erbalten tonnte, befinden siel׳ jetzt überall Anden im Ratbe, wo über allgentein städtische Angelegenbeiten verhandelt wird. Allerdings tuüpst sieb daran auch ein llcW'l. Die :)Legierung bat dieses Land ans den MUticn der :Revolution erobert, es wurden daber zu jener Zeit.die Männer von der Regierung berufen, die die Ehrenämter itt Memeindeangelegenbetten bekleiden, und darunter befanden sich auch Anden. An derselben Weise aber, wie die Regierung diese Männer berufen bat, bat sie bis jetzt sich and) das Recbt gewährt, in der jüdischen Gemeinde als GultuSgemeinde die Vorsteher einzusetzen. Wir betrachten dieses als liehet, 3) An den anderen Grönländern hat die Regierung die Vereinigung dem (vrtueffeu der betreffenden Gemeinden anheim gegeben, und daber finden wir, das; in Mähren und sonst die christlichen und die jüdischen Gemeinden auch in. politisier Beziehung getrennt sind. . . ..