Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 3)
- Language
- German
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’Jtocenftoiu'ii und Anzeigen. 11)1 (*in fremdes, l׳ewährtes stteligionSbuck kann ein Lehrer zum ReligionS» unterricht wobt bennhen (aus dem er daun freilich auch den konfirmandennnterricht abzuleiten hat), nicht aber einen fremden Leitfaden zum lsonfirmandenuuterrieht selbst, da er sich lediglich von dem vorangegangenen Religionsunterrichte leiten lassen muß. Was Hilsts also, daß der Verfasser uns versichert, sein Büchlein dabe viel des Originellen an sich! was hilftS, daß er eS mit biblischen Kernsprüchen reich versehe» bat! Seine Originalität müßte die Harmonie mit dem vorangegaugenen Religionsunterrichte nur um so mehr stören, und die biblischen 'Belegstellen soll der tionfiriuand nicht erst erlernen, die muß er zum konfirmandenunterriel't mitbringen. — 'Wir können daher das vorliegende Büchlein zu dem Zwecke, Behufs dessen es der Ocffentlichkeit übergeben worden, nicht empfehlen: es sei denn, Verfasser beschenkte uns noch mit einem Leitfaden für den israelitischen Religionsunterricht. Inzwischen wollen wir den Verfasser ans folgendes (einzelne aufmerksam machen. Doch zuvor bitte» nur lim Gutschuldigung, daß wir für die Besprechung eines an Umfang so unbedeutenden WerkchenS so viele» Raum in diesem Blatte i» Anspruch »ebmen. (>S scheint »US wichtig, daß gerade derartigen Schriften volle Aufmerksamkeit gewidmet würde. Wir haben keine Behörde, die über solche vigilirt, die guten in Schulen eiusülrt, die schlechten verwirft: bei unS muß es die Presse tbun. Zu Seite 1. leben so wenig, wie grammatisch von einer ״vor« habenden" Gonsirmatiousfeier die Rede sein kan», kann »ach jüdischer Anschauungsweise ״von einem feierlichen Geloben nach der göttliche» 1t." die Rede sein, da der Israelit ein מדצבע ועומד׳ ist. Z» S. 4. ״Die Brände, die mich .... sind zweierlei, äußere und innere." Abgesehen von dem üblen (Eindrücke, welchen auf den Konfirmanden selbst der Umstand machen muß, daß die ihm insinuirtcn inner» Gründe nur in einem einzigen bestehen, sollte doch der Verfasser erwägen, daß äußere Gründe nichts anderes sind, als schwache Gründe, d. b. solebe, die mit der Behauptung, welche sie trage» sollen, nur lose und zufällig in Verbindung stehen, somit keine rechte UeherzeugungSkraft haben: wozu aber solche dem (Konfirmanden auf die Zunge legen? DaS Auffallendste aber ist, daß die sogenannten äußeren Grunde (de« sonders erstcrer) durchaus nicht äußere sind. Oder ist es in der That nur ein äußerer, nicht vollgültiger Beweis für die Göttlichkeit der mosaischen Lehre, daß Gott selber mit Moses im Angesicht deganzen Volkes gesprochen hat?