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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 5 · p. Seite 188

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 5
Article
Über die Lage von Petra
Date
1856-01-01
Page
Seite 188 (sequence 3)
Language
German
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188 Wjssensdniftliebe VIuf|Vi(je. ihm identische a d e sch -bar n ea setzen Onkelos und Jonathan stets Rekam-gea, und eine Vergleichung aller (nwafum^eit von Kadesck in der Bibel, besondere! Jos. 10, 41. 15,2.3, nötbigt zur Ansetzung desselben 3 4 deutsche Meilen sudsüdwestlich vom todten Meere, womit völlig stimmt, daß OOttin 2n Rekem in einer ccremoniellcn Beziehung für die östlichste Grenze erklärt ist, natürlich in dem Sinne von südöstlich *). Waren aber M'afrcfdv Nekem und Petra (?ins, so darf Letzteres natürlich nicht 2 starke Tagereisen südsüdwestlich, aber auch nicht an 8 Meilen west südwestlich von der Südspitze des tobten Meeres angenommen werden, wobin meine obigen Angaben führen würden: denn keinen von beiden Punkten konnte Jemand für die Ostgrenze von Judäa erklären, und mit der gewöhnlichen Ansetzung von Petra ist obenein nun Jos. 10, 41. 15-, 2. 3 durchaus unvereinbar. Allein sehr wohl fMii es sein, das Petra Nekem hieß, von diesem aber das mit Zladesch identische Nekem durch den Zusatz ו\אה unterschieden wurde als das Rekem im ״א."., wie 1. Obron. 4, 30 die bekannte südliche. Fortsetzung des Gbor genannt ist, denn auch nnt. 3, 14, 1 wird der Ort, von welchem aus Moses die Kundschafter geschickt batte, und der nach 4. Mos. 13, 20 Kadesck war, zwar nicht genannt, aber et£ קדד xaXoujj.e'vYjv 9apa77a verlegt; auch Eusebius identisicirt Kadesch und Petra nicht, obwohl er jenes nahe bei diesem ansetzt. Findet man aber mit Synbedrin 07n. Sota 400, wonach in Gebalene viel Inden lebten, es dann im Widerspruch, daß Nidda 501׳ in der Misehna wenigstens von Rekem das Gegentbeil ansgesagt wird: so antworte ich, selbst in dieser Stelle entgegnet R. Iehuda, die Oinwobner von Rekem seien vielmehr in ihre Irrthümer zurückgefallene Proselyten, nach Gittiu 2 a aber gab es wobl in Rekem Juden, und im Sifre p. Okeb, Lchebiit jer. 0, 1. Tosista Schebiit ft4 .־ wird wenigstens Rekam-gea ausdrücklich zu den ״von den Orulanten wiedercingenommenen Orten" gezählt; zudem hatte Rekem noch einen weiteren Sinn, schon Gittin 2a ersckcint ba-Nekem vielleicht als Landschaft, ausdrücklich aber sagt Opipbauius haer. 55: L״- t7j 7r£Tpau.)v fl>(!)X(.)lu. tö xai י ErVoii xaXovkuev^, und der Syrer übersetzt בגי קרס Nickt. 0, 3 durch בני *קס. Hiernach, sowie weil Onkelos und Jonathan für die ausgedehnte Wüste Scknr immer Ohagar sagen, und das bekannte Rapbia, bei Onkelos zu 5. Mos. 2, 23 Rafiach, Schebiit jer. 0, 1 Rafiach des Ohagar genannt ist: I) Man konnte dafür ״östlich" sagen, theils weil eine Hauptroute von Judäa nach dem Osten über diese Gegend führte, theils weil Judäa wirklich eine ziemlich schräge Lage hatte, und deshalb id. Aschkalon als die südlichste Grenze angegeben, sowie zuweilen die Schesela Darom genannt wurde.

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