Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Geschichte des Barkochba
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 6)
- Language
- German
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106 Wisstnschas11ick VIuffii<?t’. Ba&ap soll, vermag ich nicht zu ahnen nur. Im Jalkut l. § 233 wird ein Äcfar-Bctar erwähnt, doch eine Vergleichung mit der Mechilta 23» und Orla I, 4 zeigt, daß dafür ברחותא zu lesen ist; und die Tanchuma 68 ci erwähnte Ebene Bet-Äosiba fübrt uns ebensowenig auf die Spur, da aus dem Midrasck Kohelet 97» und dem Jalkut II. § 972 bcrvorgehct, daß es Bct-Rctofa heißen muß. Ich vermuthc, daß an die Brxapi? zu denken ist, welche nach bell. Jud. 4, 8, 1 ״mitten in Jdumäa" lag, doch nicht über eine Tagereise von Jerusalem, wie das daneben genannte Ka^dpxoßa nach Tofifta Maasserschein M. 5. Dieses Betaris ist wohl mit dem Ehalla 4, 10 ebenfalls außerhalb Judäa'S verlegten Betar (im Jeruschalmi zu identifieircn: die Lage von Tekoa, woher der dort angeführte Betarcnser stammte, empfiehlt dies. Und möglich wäre es, daß auch die ודיי im hohen Liede 2, 17 hiermit zusammenhängen; desgleichen das Ba׳.- tjcuup oder (im codcx Alex.) BsÄeap, welches die IAX zu 1. Sam. 14, 47 neben Edom unter den von Saul befiegten Distrikten auffuhren. Nach R. Lippmann Heller zu Ehalla a. a. O. bat der Kastor waferach Betar nur 3 Stunden südwestlich von Jerusalem angcsctzt, aber dann hätte so wenig die Mischna sagen können, daß es in ecremoniellcr Beziehung nicht mehr zu Judäa gehöre, wie JosephuS, daß es »litten in Jdumäa lag. Daß Betar vor Barkochba eine heidnische Stadt war, lehrt die (wenn auch nur erdichtete) Nachricht Taanit jer. 4, 5. daß man darin illuminirt habe, als Jerusalem zerstört, wurde; daß es aber in Jdumäa gelegen habe, wird auch dadurch empfohlen, daß das von Juden bewohnte כפר חריבה, welches nach Taanit jer. ibid. irgend wie mit Betar in Verbindung zu bringen ist (auch wird dasselbe vermessene Wort, welches dort Einem aus diesem Orte nach« erzählt ist, etwas früher dem Barkochba selbst nachgcsagt), jenes "Opyßa zu sein scheint, welches nach Ant. 15, 1, 4 Alexander JannäuS den Arabern abgenommen hatte; ferner, daß Hadrian seine Thätigkcit über Jdumäa ausgedehnt haben muß, da eine Münzlegendc bei Belebe! <loe.tr. nun». I!, 593 bezeugt, daß Petra den Beinamen 'Adpumj bekommen hat. und im samarit. Josua K. 47 erzählt ist, daß er in Chagar eine Stadt erbauet habe. Ja die Verlegung nach Jdumäa wird sich uns noch weiter empfehlen, hier sei nur noch bemerkt: Schon Jochana» Hyrkanus hatte nach Ant. 13, 9, 1 den Jdumäern dauernd das Judcnthum ausgedrungen, und obwohl unter diesen nur jene Jdumäer zu verstehen sind, welche in der Schefela sowie im südwestliche» und südlichen Judäa sich festgesetzt hatten, so scheint, doch dadurch ein Ziehen von Juden in das peträische Arabien hinein befördert worden