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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 2 · p. Seite 70

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1856-01-01
Page
Seite 70 (sequence 5)
Language
German
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70 Recensionen und Anzeigen. Für Juden? Da durfte nicht der rituelle Theil ausgelassen und mußten die monotheistischen Gebote hervorgehoben werden. Für Griechen? Jbnen mußte das allein. durch das Halten an der Reibenfolge der Schrift zu entschuldigende planlose Untere!nanderN'erfe» ziemlich defremdend erscheinen. Herr B. meint zwar iS. XXXIV), daß eben wegen des verbindungslosen Nebencinanderftellens der Sprüche der alte Gnomiker Pholylides, dem solche Eigentbümlichkeit der Schreibweise »acherzählt wird, als Autor vorgeschoben wurde. Aber abgesehen von der etwas weit berge!,ölten Hypothese ist das hierfür (das. Anmerk.) angeführte Eitat aus Dio EhrysostomuS nicht beweisend: EhrysostomuS mochte unfern Phokyl., den er vielleicht wie viele Andere für den alte» Gnomiker Phykol. hielt, im ')luge haben. — Aber Pbokyl. schrieb für Juden und Griechen zugleich: er wollte ein ״Mahngedicbt", sittliche, Jedermann zugängliche und auf Jedermann Gindruck machende Gnomen liefern: für Jude» batte das Gedicht besonder» Reiz durch die Rückeriuuerung der väterlichen — bibl. — ׳ ebvte, die Griechen stieß es nicht ab, da cs obne speeifisch-religiösen Charakter das Allen gemeinsame Sittengesetz besprach. Darum scheint der Vorwurf, den Herr B. am Ende der Abhandlung dein Vers, macht, ungerecht. Herr B. gelangt zu dem gesicherten Resultat, Pbokyl. gehöre der Zeit der Ptolemäer an und ist ein Glied jenes Pseudoepigraphcnkreiscs, aus dem uns ei» Aristobul bekannt ist. Herr B. spricht daher ein hartes Urtheil über Phokyl., daß er die Verpöuung der Jdololatrie, unterließ, und meint, daß das Gedicht durch seine schillernde Zwittcrhastigkeit sich die Vcrgessenheit zugezogen habe, in die cS nun seil mehreren Jahrhunderten gericth. Aber die Pseudoepigrapbie — geben wir für jetzt diese zu — des Phokvlideö ist dock, bimmelweit von der des Aristobul verschieden. Dieser schiebt dem Orpheus Worte zu bestimmten Zwecken unter: er läßt ihn sprechen von Einem Gott, vom einem von den Chaldäern Stammenden (Abraham), der ihn erkannte, von einem aus den Fluten Geborenen (Moses), der von ibm Erkenntnis! auf zwei Tafeln nahm (Eft; I<דג auT0TeX־rjp .... 0u5e' Tip s'oÄ׳ erepop, ׳ טסyap xs'v np l'Sot, ^vyjtüv jtspöwcav xpaivovra, d ,!!.ף־!J.ovoysv7j5 Tip, «püXou avw^sv y/aXhcdm . sjtl 5s Tcavtop a1>T0p Ircoupaviop xai!1״ rcavTa tsXsuto, apxV a1-^bp s’x״v {J.6000V rfii TsXs'JTTjV, wp X6׳ydp apxaiuv, wp uSoysv/jp 51sra£s, Ix ÄsoÄsv 7vtSjj.a1.01 Xaßwv xara 51rrXaxa ^־eojjiov. vgl. Valkenaer de Aristobulo Judaeo p. 14. 16). Er will also durch Orpbeus das Judenthum einschmuggein, ist ein frommer Betrüger zu particularistischen Zwecken. Phokyl. hingegen hat mit dem specifischen Judenthum, über-

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