Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die philosophische Bedeutung der Vierzahl
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 11)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Anssatze. 65 und zwar 1) Urtheilc der sinnlichen Anschauung, 2) axiomata, 3) Allgemein Anerkanntes, 4) ans 'Autorität der Ueberlieferung Beruhendes. ,המשפטים אשר יודעו ולא נצטרך אל ראיה על אמתותפ 1' מינים: המוחשים המושפלות הראשונות, המפורסמות, המקובלות — (Milot Hig. porta 8.) — Vgl. Ikkarim I, 17, wo bei Aufzählung dieser vier UrtbcilSarten statt מפורסמות lieber נסיונות gesetzt ward ^). — Die Mathematik zerfällt in vier Tbeile: Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik (Milot Hig. p. 14), und eben so auch die Politik (daselbst). Die Metaphysik unterscheidet vier Arten von Ursachen oder Principien. 1) Die materielle Ursache, der Stoff, woraus etwas gemacht wird, הומר, uX־q v>7:ox£(.p.svY], z. B. das Holz des Stuhles. 2) Die formelle Ursache, die Bildungsnorm, dasjenige, wodurch erst ein Ding wird was es ist, z. B. die Form des Stuhles, צורה, p-opcpr״ oüc׳!a. 3) Die wirkende Ursache, die Ursache im engern Sinne, z. B. der Schreiner, welcher den Stuhl verfertigt. Endlich 4) die Endurfache, der Zweck, z. B. das Sitzen aus dem Stuhle. — סבות הנמצאות ארבע. החמר והצורה הפועל והתכלית (Milot big. porta i>. More I, CD). Bei Arist. t׳x <יו atxta Asyetai T£Tpa'/_u!; x. ד. X. Metaph. 1, 3. — Physik 11. 3. Die E thik beurtheiit die Handlungen des Menschen aus einem vierfachen Gesichtspunkte: ,הפעולות יהלק ולארבע הלקים, אם פעולת הבל או פעולת שחוק או פעולת ריק, או פעולת טובה More III, 25. Eben so werden auch die menschlichen Vollkommenheiten in vier SV lassen getheilt: השלמיות 8) Ad voccm Milot bigajo» und Ikkarim erwähnen wir eines merkwürdigen VersebenS, das in den bekannten Commentar שרשים sich eingeschlicbcn. Joseph Aldo nämlich (>. c. II, 1) führt folgenden bei den Logikern sogenannten verstünimelten Schluß (s>־llog-i.sinus dccurtatus oder — nach Aristoteles rhct. I, צ — ^väu[j.Yj(j.ot) an: בל אדם ראוי שיכיר את בוראו — וזר. לפי שגל בעל שבל ראו* שיכיר את בוראו — und fügt dann hinzu: וכל עוד שלא התבאר ההקדמה הקטנה מזה ההקש?“א יתבאר הדרוש• Hierzu bemerkt der genannte Commcntar: הקרבית קטנת: היא בל אדם בעל שבל ונקראת קטנה. לפי שהיא באבות קטנה, בבבוות בי היא אינה נ״א בת ד' תיבות — vergißt also sonderbarer Weise, daß nach «לוה. תניע שער ו' zu jedem Schlüsse zwei Vordersätze — שתי הקדמות — gehören, von denen der eine eine weitere Sphäre hat, und daher הקדמת נדולת, der andere Vordersatz hingegen unter die Sphäre des erstcrn gehört, und also einen kleinern Umfang hat, darum הקדמת קטנה genannt wird. In dem von Joseph Albo angeführten Schluffe ist nun בל בעל טבל ראוי שיכיר את ביראו die propositio major, jedoch die הקדמה קטנת — nämlich כל אדם בעל שבל — fehlt.-Da der Schreiber dieses sonst keinen andern Ikkarim als mit dem genannte» Eommenlar besitzt, so weiß er nicht, ob dieser Fehler bereits anderswo gerügt worden oder nicht, und daher erlaubte er sich diese Berichtigung hier bcizufügen. —