Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Eine Proselyten-Familie aus dem vorigen Jahrhundert
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 7)
- Language
- German
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au# dcm muicu Jabrlumdcrt• 43 der ihr ^cmccitfamcc Feind war! Grahnbohm war eö durch fein zur Schau getragenes Kepertbnm, und sein Vaterland war für ih» nur das Land der Leide» und der Verfolgung. ״Doch je näher die Noch, desto näher das Morgcnroth; desto höher der Freudenstrahl, je tiefer der Leiden £•»*11!" Die Hülse kam aus der Nähe, durch den ältesten Sohn Grahnbobms. Dieser bildete sich, wie wir wissen, zun, Krieger anö; durch Tapferkeit brachte eö der junge Manil zu einer höher» Militair-Ebarge und stand in Gunst bei Friedrich, dem Könige von Schweden. Am Jahre!747 verwendete sich der junge G. persönlich für seinen Vater bei dem König, doch erst »ach zwei Jahren traf die Bestätigung des königlichen Versprechens ein. Dies bestand in folgender Resolution: ״Es ist dem (Abraham) Grahnbohm, seiner Frau und den zwei jüngsten Kindern nur eine zeitweilige Entfernung gestattet; von seinem Vermögen dürfe er nur die Kosten für die Hin- und Heimreise entnehmen und mit sich führen, und »ächstdem habe er zu׳ei Bürgen für seine Rückkehr zu stellen." So hart dieser Entscheid war, so bot er doch die Möglichkeit der Ausführung, und um diese war es ja allein zu thnn. Der zweite Sohn, welcher Arzt war, reiste vor Allem nach Copenhagen, wo nicht blos Juden wohnhaft ipare», sondern auch zwei Mal im Jahre große Mesien abgehalten wurden, und Kansteule ans den enlfcrntesteu Ländern Europa's daselbst sich ciuzuftndeu pflegten. Ein angesehener Israelit in Copenhagen, Namens Elia Nenmcpr׳'), an welchen sich G. wandte, gab ihm die nöthigcn Ausschlüsse und rieth der Familie nach Holland zu gehen, wo damals schon Glaubens- und Gewissensfrciheit herrschte. Der junge G. theiite dies dem Vater mit, und da er im Kreise seiner Bekanntschaft auch einen Freund fand, der mit ihm die verlangte Bürgschaft übernahm, was um so weniger schwierig war, da nach dcm Landesgesehe in allen Fällen nur eine Geldstrafe erfolgte, so erhielt der alte G. die, gewünschte Erlaubniß sich entfernen zu dürfen, und gelangte im Jahre 174!( mit seiner Frau und den zwei jüngsten Kindern, einer Tochter von 14 und eincm Sohne von 12*/2 Jahren, glücklich nach Amsterdam. Er selbst war 6!) und seine Fra» 64 Jahre alt. Er begab sich zu dcm damaligen Vorsteher der Gemeinde, Namens Elia Nnrd *), der ihn aber, als er sein Anliegen vernahm. 3) 2>» Manuskript: נייאמעגן . 4) Daselbst: 'גורר.