Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Verschiedene Theorien über das Wesen der Seele bei einigen arabisch-jüdischen Religionsphilosophen
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 421 (sequence 6)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aussätze. 421 {עף־9נ)0.ג. II<xpa7cX־r|<y10v 5s X^oyaiv, oarop ei' xi? 9a«) xvjv xsxxovtx7)> st? 04X01)? svSusa^at — 5st yap ttv {Jtsv xep-qv x,prja>xt xot? opyavot?, xtqv 5s עף־^ט^י xä ffti^axt. (de anima I, 3. ibid. II, 2.) Aus diese Prämisse gestützt, argumentirt nun Abraham folgender Weise: Hat der Mensch die seiner körperlichen Beschaffenheit angemessene Seele, die mit dem Körper zugleich geschaffen wurde, und überdies noch eine, ans einem andern Körper geschiedene Seele, dann hätte er zwei Seelen, was aber durchaus nicht anzunehmen ist. Hat er aber nur die in einem andern Körper früher gewesene Seele, so wird nach obiger Prämisse ihm diese nicht eher entsprechen, als bis auch seine körperliche Vermischung sich ihr assimilirt haben wird. Im letztem Falle aber könnte nicht mehr von einer Seelenwanderung gesprochen werden, daß nämlich eine Seele aus A in B übergegangen ist; sondern man müßte nur annehmen, daß A in seinem ganzen Wesen, psychisch und physisch, wieder erscheint, und den Sinnen wieder sichtbar wird, nachdem er ihnen bereits entzogen war, was aber wieder nicht angenommen werden kann 4). Für die Substanziälität und Jmmaterialität der Seele werden verschiedene Gründe angeführt. Ihre Unsterblichkeit wird durch Folgendes erwiesen. Stellen wir einmal folgenden Syllogismus auf: ״Die Seele geht mit dem Körper unter; was mit etwas Anderem untergeht, muß mit demselben nothwendig im Zusammenhänge stehen: also steht die Seele mit dem Körper im Zusammenhänge". — Dieser Schlußsatz aber ist falsch, indem die Jmmaterialität und ebenso die Unabhängigkeit der Seele von dem Körper durch Argumente erwiesen ist; es muß also auch einer der Vordersätze falsch sein. Der zweite Vordersatz jedoch ist wahr, folglich ist der erste falsch. — Das Verhältniß zwischen Seele und Körper muß nur demjenigen zwischen Vater und Sohn verglichen werden. Das Aufhören des Einen zieht nicht nothwendig das Aufhören des Andern nach sich; sondern nur die Beziehung, in der sie zu einander stehen, hat mit dem Aufhören des Einen von ihnen ein Ende. — 4) Ein Zeitgenosse des Abr. ben David, der berühmte Reisebeschreiber Benjamin von Tudela, spricht von der Seelenwanderung als einem in Israel ganz ungekannten, höchst sonderbaren Aberwitz, den er nur bei den Drusen angetroffen. וקרוב מהם אומת אתת נקראת חרזיאין ... ואמונתם ד.יא שאומרים שתנפש בעת יציאתה מן תגוף של אדם טוב תכנם בגוף ילד קטן ... זד. דרכם נס?,?ימו. — Eine ausführliche Widerlegung der Seelenwanderung hat auch R. Jedaja ha- Panini in seinem berühmten Vcrtheidigungsschreiben (תשובות תרש״בא Wien 1812, p. 564).