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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 11 · p. Seite 420

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 11
Article
Verschiedene Theorien über das Wesen der Seele bei einigen arabisch-jüdischen Religionsphilosophen
Date
1855-01-01
Page
Seite 420 (sequence 5)
Language
German
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420 Wissenschaftliche Aufsätze. Seele (commercium animi et corporis) — wie formen nämlich zwei solch heterogene Elemente mit einander sich verbinden und in harmonischer Wechselwirkung zu einander stehen — sucht auch unser Autor zu erklären (II, 26). Zwischen Körper und Seele befindet sich ein Mittelding/״der warme Lebensgeist" (רוח חם טבעי); dieser ist halb leiblicher Natur, so daß der Körper ihm zum Träger dient, und halb geistiger Natur, so daß die Seele mit ihm sich verbinden kann. IV. Obschon das Werk des Rabbi Jehuda Halewi zu den tiefsinnigsten und gründlichsten Schriften gehört, die die damalige Literatur aufzuweisen hat, und auch wirklich eines so hohen Ansehens sich erfreuete, daß die Rabbinen ihre Schüler zu dem Studium desselben mit den Worten anfeuerten: ״Hüthe dich den Levi zu verlassen"; so scheint doch dasselbe anfangs nicht sehr verbreitet gewesen zu sein. Denn so kennt der als Geschichtsschreiber und Philosoph berühmte Abraham ben David (geb. im Jahre 1110, Vers, des ספר הקבלה) unfern Kusari noch gar nicht. Um 1160 schrieb Rabbi Abraham ein religiös-philosophisches Werk, unter dem Titel אלעקירה אלרפיעה) אמונה רמה); in der Einleitung klagt er darüber, daß außer Saadja und Jb» G'ebirol kein einziger jüdischer Denker die Ausgleichung der Philosophie mit dem Glauben versucht hätte; woraus also ersichtlich wird, daß ihm der Kusari des Jehuda Halevi unbekannt gewesen sein muß. Rabbi Abraham ben David ist der Erste unter den jüdisch-arabischen Philosophen, der sich gegen die Lehre von dem Frühersein der Seele vor dem Körper ausgesprochen (ebenso wie Alfarabi — Schmölder's Documenta pliilosophiae Ar ab um p. 33 -—ולא יגוז י וגור אלנפס קבל אלבדן כמא יקה! אפלאטון — und nach Palquera's More Ha-More p. 40 auch Jbn Sina), und dagegen ihr mit dem Körper gleichzeitiges Entstehen (Coexistenz) behauptete. — Mit Saadja jedoch übereinstimmend, erhebt er sich entschieden gegen die Seelen- Wanderung. Er geht dabei von einer Prämisse des Aristoteles aus. Dieser nämlich nimmt es für etwas Unumstößliches an, daß die Seele nicht mit jedem beliebigen Körper sich verbinden könne; sondern jede Seele benöthigt eines ihrer eigcnthümlicheu psychischen Beschaffenheit ganz angemessenen Körpers. Sowie nämlich jeder Künstler eines seiner Kunst eigenthnmlich entsprecheirden Instrumentes bedarf, der Baumeister nicht mit einer Flöte bauen, und der Musiker nicht mit einer Kelle musiciren könnte, so hat auch jede Seele eines eigenthümlich konstruirten Körpers nöthig. — .... Boxet yap e'xaaxov l'Btov s'xstv slBoc xal

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