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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 10 · p. Seite 397

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1855-01-01
Page
Seite 397 (sequence 4)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 397. dingung an seinen Eintritt knüpfte. Wenn ferner der Verfasser sagt: den Anhängern Schammai's gehört die Aeußerung an ״Proselyten sind für Israel so nachtheilig wie ein Aussatz dem Körper", so ist's doch bekanntlich R. Chelbo dem dieser Spruch angehört, ein Autor, der zu den spätesten Amoral'm gehört und . der zu der Schule Schammai's auch nicht in der entferntesten BeziehustgEehet. — Daß ferner diese Schulen auf Eleasars VeranlaffuH, zusammtngetreten״ auf daß sie Beschlüsse über das Verbot des WeinechWels, Brodes ff. von Heiden fassen und hierdurch die Scheidewand nochftzxößer werde, ' ist eine geistreiche aber des Haltes entbehreiide'EWbinaWnMie bekannten-י״ח״בסל gehören größtenthcils dem N'iNvi nrepD an, wozu diese Zeitumstände wohl, am wenigsten geeignet waren,;—Daß in dieser Zeit von den Schammaiten und Hilleliten das Buch der Maccabäer geschrieben worden, wird aus einer apocryphischen Angabe bei Halachot Gedolot combinirt; zur Zeit des Talmuds war dieses Buch unbekannt. Schabbat 21 wird das Chanukafest aus einem Grunde abgeleitet, der weit verschieden ist von dem, was das heutige Buch der Maccabäer darüber erwähnt. — Wir verweilen etwas länger bei der Besprechung dieses Aufsatzes, um hierdurch anszusprechen, daß Hochschätzung gegen verdiente Autoren nicht in unbedingter Lobhudelei, sondern in genauem Abwägen und Eingehen ans ihre Leistungen bestehet. Wer nicht den Muth hat eine Wahrheit zu sagen, der bleibe mit seinem Urtheilc zurück, und wer nicht den Muth hat eine Wahrheit zu hören, dem ist es nicht um Forschung und Belehrung, sondern um sein kleines eitles Ich zu thun. Herrn Di׳. Grätz ist, wie Ref. mit Anerkennung ausspricht, die objcctive Forschung das eigentliche Element des wissenschaftlichen Strebcns, und er läßt gern in ihm die Rücksicht aus sich und auf Autorenrnhm aufgehen.— Wir erwähnen nur noch, daß der Ausfall auf Josephus zu Eingänge des Aufsatzes jedenfalls zu heftig ist. Josephus stand noch zu sehr in der Mitte der Parteien, als daß sein Urtheil ungetrübt und nach allen Seiten gerecht abwägend fein konnte. Ein Mann, der unter den damaligen Umständen den Muth hatte eine Apologie gegen Apion zu schreiben, mit solcher Wärme für das von den Römern zu Tode gehetzte Judenthum in die Schranken zu treten, hat Anspruch aus eine gerechtere Beurtheilung. — Der dritte Aufsatz ״die Musik bei den Juden von Albert Cohn" stellt in geistreicher Weise Plastik, Malerei und Musik einander gegenüber und weist nach, wie das Heidenthum, seinen eigentlichen Ausdruck in der Bildhauerei, das Christenthum in ׳ der Malerei, das Indenthum in der das Gemüth erfassenden und es in. höhere Regionen tragenden Musik gefunden. — ״Küche und Tafel der. alten Israeliten SranW, Monatsschrift. IV.' 10. ' 30

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