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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 10 · p. Seite 367

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 10
Article
Syrien und die Beduinen unter der türkischen Verwaltung
Date
1855-01-01
Page
Seite 367 (sequence 3)
Language
German
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unter der türkischen Herrschaft. 367 entlocken, der dem Anbauer nur Jammer und Unsegen bereite! Wenn Handwerk und Gewerbe über die Mauern der Stadt hinaus sich schutzlos sehen, und was in des Angesichtes Schweiß und mit unsäglicher Anstrengung verfertigt wurde nicht nach auswärts seinen Weg findet und durch Umtausch oder sonstigen Absatz anderen Bedürfnissen zu Hülfe kommt, muß nicht zuletzt der Arbeiter muthlos die Hand sinken lassen und in tiefer Verzweiflung das Auge noch sehnsüchtiger als früher auf das aus der Ferne gesaMte Almosen richten? ־ Der. folgende, der Revue de deux Mondes2) entnommene Bericht des Hrn. von Segur Dupeyron, der — wie es scheint in amtlicher Stellung— durch mehrere Jahre in Syrien lebte, gibt ein anschauliches Bild von den dortigen öffentlichen Zuständen. Zwar dürsten seit dem berüchtigten Ratti Manton französische Beamtete in Syrien nur geringen Anspruch auf Glaubwürdigkeit machen; -doch wo nicht s. g. politisch-religiöse Rücksichten obwalten und Frankreich, das sich den Beschützer der lateinischen Kirche im Orient nennt, kirchliche Interessen nicht zu vertreten hat, dürste das Mißtrauen' ungerechtfertigt erscheinen. Auch läßt die Ruhe und Besonnenheit des Berichts wie die in ihm vorwaltende objective Auffassung, an der Wahrhaftigkeit des Berichteten nicht zweifeln. Bringt er übrigens auch manches unserm Zwecke etwas Fernliegende, so wird der gebildete Leser auch diesen über Gegenden, von denen schon unsere jugendliche Phantasie erfüllt ist, sich verbreitenden Mittheilungen mit Interesse folgen: weit eingehende Einzelnheiten glaubten wir jedoch mit Recht auslassen zu können, auch wurde manches Weitschweifige zusammengezogen. ״Wasser und Wärme bilden wie Jedermann-weiß die wesentlichen Grundlagen des Wachsthums. Wärme ist Syrien und Arabien durch die Breitengrade, unter denen sie liegen, verliehen; aber diese Wärme selbst wird in Ermangelung des Wassers eine Ursache der Dürre, durch die die eigentlich genannte Wüste. Mit der Wüste verbindet sich bei den Meisten die Idee eines sandigen Bodens, der kein die Nahrung der Pflanzen förderndes Element enthält. Wenn dieses hinsichtlich der Wüste Lybiens richtig ist, so enthält es einen Jrrthum in Beziehung 2) Märzheft, unter der Aufschrift: La Syric et 168 Bedouines sous radministration Tur<jue. 28*

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