Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Die Präsidentur im Synhedrium
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 357 (sequence 19)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 357 חיה טרפה, gleichsam als Grund der das. erwähnten Trefot, hat R. Jsmael in der Berajta אלו י״ח טרפות. שנאמרו למשה 'מסיני — das. — (vgl. auch Maimon. Maachal. asürot Cap. 4 H. 9 und die Comment. z.:St. und hierzu Hilchot Schechita 5, 2. 3).— Was im jer. Talm. (Shnhcdr. zu Nr. 3 Cap. 11) als Interpretation (Termination) der Sopherim hinsichtlich des Maßes sür (נפלה ושרי gilt, das wird bat». Joma 80 a als Halacha des Moses הל״מ angegeben; dazu kommt noch, daß beide Stellen von ein und demselben Autor, nämlich R. Jochanan, herrühren. — Man vgl. ferner Horajot 4a, woselbst die am Sabbat untersagten Arbeiten unbedingt als sopherische Interpretation gelten — denn nur ein solches Zuwiderhandeln gegen das Synhedrium ist strafbar — wovon cs wiederum Sabbat 70 a heißt אלו ל״ט מלאכות שנאמרו למשה בסיני. — Bon welcher Beschaffenheit jedoch die Halacha lemosche misinai nach den beiden letzt genannten, R. Jsmael und R. Jochanan ist, leuchtet ziemlich deutlich aus Folgendem hervor: עשר נטיעות. Daß man nämlich solcher jungen Pflanzen wegen das Feld bis zum Beginn des Brachjahres (ר״ה רשביעית) bearbeiten darf, zählt R. Jochanan (Succa 44a) zu den drei הלכות למשה ממיני, wovon aber alte Bäume ausgeschlossen sind, bei welchen die Zeit פסח ועצרת ist. — Dies aber als הל״מ anzusehen, ist blos wiederum (vergl. Moed katan 4a) nach R. Jsmael möglich. — R. Gamljel II. mit seinem Collegium hat diese Halacha, nämlich hinsichtlich der וקנות, aus einem sehr schwachen Grunde aufgehoben (ibid.) כי גמירי הלכתא בזמן שבית המקדש קיים דומיא דנימוך המים. —■ Der, jerus. Talmud (Succa zu 4, 1 u. Schebiit zu 1, 5) wirft ebenfalls die Frage auf, woher es käme, daß der Brauch gegen die Halacha sei? und wird von R. Jochanan dahin beantwortet, ״dieselbe wäre von vorn herein bedingweise entstanden, damit sie nämlich aufzuheben gehen soll" א״ל (ר' יוחנן) בשעה שניתנה הלכה לכן ניתנה שאם בקשו לחרוש יחרושו. ’•— Die Kommentatoren finden es mit Recht für sehr befremdend, die Entstehung einer mosaischen Halacha aus solche Weise anzunehmen, was sonst beispiellos wäre (vgl. jedoch jerus. Orla zu 3, 9). — Bedenkt man aber, daß im bab. Mosd kat. 3b R. Jochanan auf eine ähnliche Frage: wie nämlich Rabban Gamliel eine Institution Schamai's und Hillel's beseitigen konnte, fast eben so geantwortet איטור כך התנו(שמאי והלל) ביניהן כל הרוצה לבטל יבא ויבטל, so giebt dies über die הל״ט-überhaupt einigen Ausschluß.- Charakteristisch hiesür ist ferner folgende Auslegung einer Mischna. Während Samuel (Kidduschin 38b) die Orla außerhalb Palästina's dem einmal angenommenen Gebrauch eines jeden Ortes überläßt, sei dieser erlaubend oder verbietend, und so die Worte der Mischna ערלה