Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die Präsidentur im Synhedrium
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 7)
- Language
- German
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272 Wissenschaftliche Aussäße. heißen. — Wenigstens werden Megillat Taanit (Cap. 12) nach einer das. gegebenen Erklärung diejenigen Gelehrten so bezeichnet, die unter Alexander Janäus gelebt*). — Schon in der Vorstellung, die man von der großen Synagoge hatte, welche als die unmittelbaM Machfolger der Propheten galten — einige Propheten (f. w.) sollen sogar mit zu diesem Collegium gehört haben —v ist״K.^egründet, daß man die späteren Gelehrterl von der Zeit Simon des Gerechten an, obschon sie ebenfalls zu jener Epoche gehörtenק doch zuweilen von derselben zu trennen Veranlassung fand. Die כג״הג hat man noch in dermischnaitischen Zeit als ein solches obWes Gerichtscollegium angesehen, dessen Lehren und Jnsiitutiönen nicht nur innerhalb sondern auch außerhalb Palästina's für ganz Israel entscheidend und bindend waren ^). — Wie ganz anders aber verhält es sich mit der darauffolgenden spätern Zeit, von Simon Justus ab (oa. 220 ante, wenn nämlich Abot 1, . 4 קבלו מהם zu lesen ist, wonach ab so der in der inakkab. Zeit umgekommene Jose ben Joeser sein Schüler war). — Da zeigen sich bereits Spuren einer theilweisen Lossagung voN der Autorität dieses höchsten Gerichtshofes. — In Egypten wurde ungefähr um jene Zeit die h. Schrift oder blos der Pentateuch ins Griechische übertragen; und wenn auch selbst für diese Uebersetzung der Septuaginta der palästinische Geist und die Halacha von Einfluß waren und hinein getragen wurden (Frankel, Vorstudien zur Septuaginta a. ml O-), so ist doch nicht zu leugnen, daß vorläuflg in Egypten und später auch in den andern Ländern, wo die griechische Zunge geredet wurde, obschon noch nicht praktisch so doch theoretisch allmälig eme Ablösung vom Mutterlande, Palästina, vorbereitet wurde: 4) פורקן .. שבששידר עאי mm בשבעד עשר בי' (באדר) קמו^ןממיא על פליטת פפריא לדרוג את התבמים , .. — Wahrscheinlich ist auch das in der. 9. Eulvgie der tagl. Gebete vorkommende ׳שת ביפריב*® auf diese Klasse von Sopherim, Nämlich auf ihre Epigonen zu beziehen, was ebenfalls für die Existenz der Sopherim auch in sp'ÄM-Zeit sprechen würde. — 5) Vgl. baHl. Synhedr. 88d. jerusal. Synhedr. zu Ende 1. Cap. und hierzu Tosista Chagiga Cap. 2. — Letztere St. ist besonders deshalb wichtig, weil das 'ובו Npihyv תית uh א״ר יובי בתת^ת; wie' da der 'ZüsAmiiienhäng zeigt, sich apf die den Sügot vorängegängene Zeit bezieht, wb nicht einmal betreffs der Semlcha (Chag. S. S) eine Meinungsverschiedenheit entstehen konnte. — Daher ist es erklärlich, daß der Zusatz 'משרבו הדמידי שמאי וותלל רבד, der im jer. und bab. Talmud (1. «::) steht, hier in der Tosista fehlt. — Dies dürfte aber auch mit als Beleg dienen, daß es als der hohen Würde der Kneßet hagd. nicht entsprechend zu sein schien, wenn in diesem Collegium, das für ganz Israel maß- und gesetzgebend sein sollte, irgend eine Meinungsverschiedenheit stattgefunden. — .