Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die Präsidentur im Synhedrium
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2829132-2829178-2829186-2853830--02384-2853876- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
L7V WGnschastliche Mfsätze. doch werden an die Mitglieder der großen Synagoge unmittelbar Hillel, Schamai und Gamliel I. gereiht. -— Jose Len Joefer, Jehoschua ben Perachjah, Schimon ben Schetach u. A. wären sicherlich nicht übergangen worden, gehörten sie Nicht selbst/ ebenso wie Simon der Gerechte und Antigonus, zu den יבו״הב»'^. — Endlich möge noch folgende Stelle, aus der die Richtigkeit der hier aufgestellten Behauptung nur noch deutlicher hervorleuchtet, erwähnt werden. — ״Nahum, der לבלר (Librarius, Schreiber im Synhedrium), erzählter habe eine Tradition von R. Mescha, dieser von seitkem Vater, dieser von den Sngot, diese von den Propheten als Halachah des Moses von Sinai, daß u. s. w. 1 2). — (Peah 2, 6.) — Woher käme es, daß bei einer solchen sorgfältigen Erzählungsweise zwischen den Sngot und den Propheten die Mitglieder der großen Synagoge sammt und sonders ausgelassen sind?— Zugegeben, daß nach einer Leseart in Ab. 1. 4 קבלו מהם Simon der Gerechte und Antigonus zu gleicher Zeit waren, so werden diese dennoch nirgends NM genannt, und wäre das auch der Fall, warum wird doch der eigentlichcn Kneßet hagd., dieser langen Zwischenzeit, keine Erwähnung hier gethän? —״ Man wende nicht ein, Laß dies eine kleine Ungenanigkeit von Seiten jenes Erzählers sei, denn dann.hätte der Talmud (Nasir 5Kl>) diese Lücke rügen müssen. Das. wird nämlich "in jener Erzählungsweise eine Lücke gefunden, und zwar Josua und Kaleb — letzterer wahrscheinlich ders. was sonst Sekenim Abot 1, 1 — woraus nun gefolgert wird, daß bei einer Traditionskette die Mittelglieder ausgelassen werden können-). — Diesen Schluß hätte man gewiß eher ans der Weglassung einer ganzen Epoche wie der der Kneß. hagd. gezogen. — Wenn hingegen die Sugot, wie oben erwähnt, einen integrirenden Theil dep; gr. Synagoge mit ausmachten, so war jener Wegfall nicht im Geringsten befremdend. — Denn ebenso wie man beim Abwärtssteigen in der Traditionskette blos die )ב^״ה ohne die זוגות zu erwähnen brauchte) so auch umgekehrt beim Aufwärtssteigen. Die mit der gr. Synagoge in enger Verbindung stehenden 3סופרים), 1) אמר מזום הלבלר מקובל,אני׳טר' מ;אשר. שקבל מאבא שקבל מזוגות שקבלו,מנביאום הלנז־, למשה״מסיני. — Ueber diese vereinzelte הל״מ in der Mischna s. w. — 2) נלישמעתתא דמתאמרא בני: תלתא קדמא* זבתראי אמרינן מיצ^יילא.אטריגן ... ואלי ׳ ׳הושק ובלב לא קתשיב ש״מ. 3) Vgl. Frankel, Programm zur Eröffnung u. st-w. @. 4 ff. — Die in dieser Forschung das. Anm. 3 beigebrachte St. Sota 4d a מיונו שהרב בה״מק שרו הנימיא למהו׳ כפפריא וספריא נהזגיא erklärt der Herr Verfasser, daß unter מפריא die Exegeselehrer, Schrifterklärer, unter הוגיא nach Sabbat 1, 3 eher die Jugendlehrer zu verstehen sind, also doppelt abweichend von Raschi das., der פפריא