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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 7 · p. Seite 260

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 7
Article
Aus den Vereinigten Staaten
Date
1855-01-01
Page
Seite 260 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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260 Aus! den Vereinigten Staaten. Ich konnte nicht erfahren, daß im Jahre 1836 eine Beerdigung auf dem jüdischen Gottesacker stattgesunden, glaube also auch hier nur ein Denkmal zur Erinnerung der anderswo beerdigten S. annehmen zu dürfen. Dies scheint auch das.קבר לזכר, wiewohl sehr unklar, anzudeutcn. _ > Dieses war der jüngste Grabstein. Erst im Sommer 1854 wurdtzi die Ueberreste des Ende 1853 in New-Orleans verstorbenen Judah Touro nach Newport.gebracht und bei den Gräbern, seiner Eltern beigesetzt. Vielleicht daß ich später ausführlichere Mittheilungen über Judah Touro zu machen im Stande sein werde. Wir verlassen jetzt den Gottesacker und werfen nun noch einen Blick auf ein in der Nähe , stehendes eigenthümliches Gebäude, das auch wiewohl nur sehr spärliche Kunde von dem ehemaligen Aufenthalte unserer Glaubensgenossen in-Newport gibt. Nur durch eine Querstraße von dem Begräbnißplatze getrennt, steht in einem Garten ein von dorischen Säulen getragenes Haus: die Redwood-Bibliothek. Im Jahre 1747 schenkte Abraham Redwood — ein Quäker — einer literarisch-philosophischen Gesellschaft, die schon im Jahre 1730 durch Bischof Berkeley ins Leben gerufen wurde, 500 Pfund zur Anschaffung einer Bibliothek, mit der Bedingung ein eigenes Gebäude zur Aufbewahrung der Bücher auszusühre». Fünftausend Pfund waren bald durch Unterzeichnungen zusammengebracht, und auf diesem Wege auch ferner manch kostbares Werk angeschafft. -Die- Betheilignng der Juden hierbei׳ darf wohl kaum -erst versichert werden: noch in .den - zwanziger Jahren -dieses Jahrhunderts schickte Judah Touro von New-Orleans 1000 Dollar nach Newport zur Instandsetzungdes Gebäudes der Redwoüd-Bibliothek. In der Bibliothek, die den Namen ihres Begründers noch heute führt, befindet sich auch eine Antwerpner Polyglotte von Arias Montanus, zu deren Anschaffung Juden zumeist beigesteuert hatten. Namen und Beiträge sind -uänilich aus dem ersten Blatte genau angegeben. Noch eine andere hebräische Bibel, von einem Juden geschenkt, fand ich hier. Das Bücherperzeichniß nannte, auch ein Werk von ח־״ק, es׳ war jedoch bei!näherer Besichtigung - ein כוזרי חלק שני oder 1מטה ר von David Nieto. -.׳׳ - ׳ .׳ t ׳ So unerheblich dieses eigentlich auch ist, führe ich es doch an, da von Americanern sehr viel Wesens von der tiefen Gelehrsamkeit des Revd. Ezra! Stiles! gemacht wird. Derselbe war lange Jahre Pastor an der ersten Gemeinde-Kirche in Newport, an 20! Jahr Bibliothekar, der Redwood-Bibliothek, und dann Präsident des High College —r-:

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