Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 6 · p. Seite 222

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 6
Article
Aus London
Date
1855-01-01
Page
Seite 222 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829178-2829185-2853778--02325-2853804
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

222 Aus London. Berge des verheißenen Landes, welches Moses als Kupfer und Eisen § enthaltend beschreibt, die Erzes quellen der Phönicier gewesen seien, die I einen so ausgebreiteten Handel in rohen und verarbeiteten Metallen? mit der westlichen Welt trieben. — Der Sprecher wünscht die Auff merksamkeit auf die Nachbarschaft des galiläischen Sees zu richten, und vorzüglich auf die Gräber zu Gadara und die Gegend, von welcher man s in der Schrift (N. T.) als dem Auftnthalte der Bestssenen liest, unl bezweifelt Vertiefungen in den Felsen, wahrscheinlich mit Schnitzwerken j und Inschriften. Eine solche Schreibtasel aus Palmyra, die unlängst i in Gegenwart mehrerer Mitglieder dieser Gesellschaft bei einer Zusammenkunft der Syro-egyptischen Geftllschast vorgezeigt wurde, hat großes A Interesse dadurch erweckt, daß sie mit Hinzuziehung einer geschnitzten j: Büste einer weiblichen Figur, eine Inschrift in mit dem Hebräischen und dem Syrischen verbundenen (verwandten) Charakteren (Buchstaben) enthielt. Diese Facta sind für die Mitglieder der Palästinisch-archäolo- | gischen Gesellschaft ungemeinermuthigend, daß sie wie sie gethan sich ■\ ohne Bigotrie oder Rivalsucht in der Ausführung ihres Vorhabens fj vereinigen; und, es wird dieses ungemein gefördert werden durch be- | sondere Beiträge an Reisewerken in Palästina, Karten, Zeichnungen ff., j] in Verbindung mit den Geldgaben, welche erforderlich sein dürsten, um i| das Werk der Nachsuchungen in dieftm heiligen Lande zu beginnen. E Mr. Francis Ainsworth, Comitemitglied, verlas hierauf ein Memoire ״über die ursprünglichen Monumente Palästinas". A f Er bemerkte, die älteste Weift, auf welche das Andenken vergange- | ner Thaten und Begebenheiten weiter überliefert wurde, war neben den | Erinnerungsfesten die Errichtung von Steinen und Säulen. Er wies A hin auf die Säulen (Denksteine), die Zakob zu Bet-el und auf Rachels | Grab zu Ephrath errichtet hatte. Die zahlreichen Ruinen an dem ß erstem Platze, jetzt Bitin genannt, sind bei weitem nicht mit der Genauigkeit untersucht worden, deren es bedarf um zu entdecken, ob die daselbst von Jakob errichteten Monumente mehr erhalten worden sind als die Götzenaltäre, auf denen Josia die Gebeine der Verstorbenen verbrannte (2. Kön. 23, 15. 16). Jakob hat auch eine Standsäule auf dem Berge Gilead errichtet, dessen Lage noch ein Gegenstand des Zweifels ist. — vr. Robinson, Monro und andere Reisende haben Jericho besucht, doch die Lage Gilgal's ist noch nicht befriedigend bestimmt, und noch weniger die Andenken, die Josua in der Nähe fetzte (Jos. 4, 1—20). — Die Erd- Hügel zu Ain es Sultan und Richah sind werth, daß man eine Aus-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.