Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Aus London
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829178-2829185-2853778--02326-2853805- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Aus London. 223 grabung vornehme: es findet fich in deren Nähe ein bemerkenswertster Stein. Mr. Ainsworth wies ferner auf den Steinhaufen hin, der bei Ai aufgeworfen wurde (Josna 8, 29), dessen Lage annähernd als bei Dair Diman bekannt ist, aber noch nicht archäologisch erforscht ist. So auch hinsichtlich des über Achan im Thale Achor errichteten Steinhaufens (Jos. 7, 24—26). Dr. Robinson reiste durch das Thal, welches den Berg Gerisim von dem Berge Ebal trennt, und Dr. Olm, ein anderer amerikanischer Reisender, bestieg den Gipfel des Gerisim; aber es scheint nicht daß ein Reisender bisher den Berg Ebal bestiegen habe, und dennoch ist wohlbekannt, daß sich daselbst Ruinen befinden, und eines der interessantesten Monumente des Alterthums, ein von Josua gesetzter mit In» schristen versehener Stein (Jos. 8, 30—32) dort zu suchen sei. Eine alte Eiche befand fich zu Schechem, unter der Josua einen großen Stein errichtete (Jos. 24, 25. 26), Abimelech zum König ernannt wurde (Richter 9, 6), und unter der in früherer Zeit Jakob die Götzen vergraben hatte (1. B. M. 35, 4). Die genaue Lage dieses Denkmals ist ebenso unbekannt wie die der Zeugnißsteine, welche die Israeliten am Jordan errichteten (Jos. 22, 10 ff.). Bunting in seiner Reisebeschreibung erzählt, daß bei Bachurim ein Stein liege, Bo Han genannt, auf welchen zweimal in Josua angefpielt wird (Jos 15, 6. 18, 17), und der von außerordentlicher Höhe und einen Glanz wie Marmor hat. Dieses macht die Bestätigung sehr wünschenswerth; Bachurim ist ein Ort nicht weit von Jerusalem, jenseits des Oelbergs, aus dem Wege nach dem Jordan, wo Schimsi David fluchte und mit Steinen bewarf (2. Sam. 16, 5. 6). Es wird angenommen, die Lage von Bet-Schemesch sei zu Mn Scheins entdeckt worden; mehrere Ruinenhügel befinden sich dort, doch noch hat Niemand den großen Stein Abel (1. Sam. 14—18) aufgesucht. Die Lage von Samuels Stein der Hülfe (Eben-Hasser), den er zwischen Mizpa und Scheu errichtete (1. Sam. 8, 12), ist ebenfalls noch nicht ausgesucht. Dieses gilt auch hinsichtlich des Steinhaufens, der über Absalom aufgeworfen wurde (2. Sam. 18, 17), und der Säule, die während des Lebens des aufrührerischen Sohnes Davids errichtet wurde (Das. D. 18). Der Redner ging zu den heiligen Steinen der Araber und Phönicier, dem sogenannten Celtischen Monument über, das vom Capitän Byam Martin entdeckt wurde und nicht weit von dem See Liberias liegt; ferner zu andern Monumenten ähnlicher Art in Syrien, Cappa- 17*