Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Notizen.
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 3)
- Language
- German
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158 Notizen. vor der Haschmonäischen Dynastie Nichts zu suchen habe. Mit fleißiger Benutzung der gründlichen Untersuchungen des Herrn Lenormant nahm ich, die heiligen Urkunden und Josephus in der Hand, das Studium der jüdischen Münzen wieder auf, und das Resultat meiner Forschungen sei nun hiermit Allen vorgelegt, die sich für solche Fragen interessiren. ״Zuvörderst werde ich, was schon Herr Lenormant so klar hervorgehoben hat, bis zur Anschaulichkeit beweisen, daß gewisse Münzen, trotz ihres gleichen Datums, unmöglich gleichzeitig sein können; dann werde ich die Gründe angeben, warum ich für manche Münzengruppe den Vorgang in der Zeitfolge vor einer anderen ansprcche; ist endlich diesen unter sich die wahrscheinliche, um nicht zu sagen, die gewisse, chronologische Ordnung gesichert, so wird keine beträchtliche Schwierigkeit ferner zu überwinden sein, jedweder dieser Gruppen die wirkliche Zeit ihrer Ausgebung anzuwcisen." Zu Obigem findet der Unterz, folgende Bemerkung hinzuzufügen. Welches Bewandniß es mit den vormaccabäischen Münzen habe, jedenfalls gehet aus älteren Nachrichten hervor, daß äußerer Einfluß sich auf den Münzgehalt geltend gemacht habe. Schekalim 2, 4 berichtet R. Jchuda (erste Hälfte des 2. Jahrh.): ״Als sie aus der Gola (dem babhlon. Exil) heraufzogen, gaben sie das jährliche halbe Schekel nach persischen Drachmen (also eine halbe persische Drachme), hieraus nach Selänn — die gangbare Münze wurde Sela, Plural Selal'm —, hieraus schlug der Sela ab und hatte nur den Werth des . frühern halben Sela. Man vermeinte nun von diesem dem Gehalte nach geringen Sela die Hälfte als halben Schekel zu geben (worauf aber nicht eingcgangen wurde)". Also nach dem Aufhören des persischen Reiches eine neue Münze: Sela; ob dieses die Benennung für eine inländische, oder für eine in Palästina cursirende ausländische Münze sei, ist aus der schwer zu ermittelnden Bedeutung des Wortes Sela (סי^ע) nicht zu bestimmen. Forscht man jedoch, wodurch der Gehalt dieser Münze später abgeschlagen, so ergibt sich Folgendes: Das alexandrinische Talent hatte wie bekannt den doppelten Werth des attischen, und ebenso die Drachme (vgl. Hody de Bibi. Text. Origin. p. 113). In früherer Zeit, d. i. als Palästina unter Ptolemäischer Herrschaft stand, der alexandrinische Münzfuß daher auch in.Palästina galt, hatte der Sela einen doppelten Gehalt gegen später, das ist die Zeit wo die Ptolemäische Herrschaft aushörte und der attischeMünzfuß eingeführt wurde. Der jetzige Sela hielt nur die Hälfte von dem frühern Sela; und der jetzige halbe Sela, als das jährliche halbe Schekel, kam nur gleich dem frühern V» Schekel,