Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Erläuterungen der auf einigen mathematischen Sätzen beruhenden Mischna Kilaim 5, 5
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 3)
- Language
- German
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148 Wissenschaftliche Aussätze. Ich werde nun Maimuni's Erklärung auseinandersetzen und dann Nachweisen, durch welche Momente er zu seiner Annahme genöthigt wurde, wodurch sich Heller's Einwürfe von selbst erledigen. Maimuni hält bei der Auffassung der Mischna für wesentlich: ihre Angabe einer Zahl und eines Längenmaßes, ferner das Zusammenfassen von Weinbergen viereiliger, mit fünfelligen und sechselliger mit siebenelligen Quadraten. Er meint: der im . zweiten Theile der Mischna erwähnte nach Lage und Größe bestimmte Kreis gibt das Hauptmerkmal für das Verbot in allen Fällen an. Die im ersten Theile der Mischna erwähnte Zahl für Weinberge mit vier- oder fünfelligen Quadraten modisicirt das Allgemeine des zweiten Theils derselben, indem nämlich das zweitheilige Trennen der Weinbergsarten und das Hervorheben dieser beiden durch eine gemeinschaftliche Zahl 45 darauf Hinweisen will, daß, wenn der Kreis von sechzehnelligem Radius bei Weinbergen mit fünfelligen Quadraten die Anzahl von 45 Weinstöcken nicht einschließt,' man ihn vergrößern müsse. Denn da die Zahl 45 sich ergibt, wenn bei Weinbergen mit 4elligen Quadraten das ירק sich um einen Weinstock herum befindet (Fig. 2), bei Weinbergen mit 5elligen Quadraten in derselben Stellung des ירק hingegen die Zahl 37 (Fig. 3) nur hervorgehen würde, so Fig. 2. Ein Weinberg mit vic-relligen Qua- Fig. 3. Ein Weinberg mit fünfelligen Qua- «•**ו!4חו ^Vsv/1+av* 3 »mU ד׳ס draten. Der Kreis umschließt 45 Wcinstöcke. draten. Der innere Kreis mit 37 Weinstöcken, der äußere Kreis mit 45 Weinstöcken. hält er dafür, daß der erste Theil der Mischna den Standort des ירק um den Weinstock herum im Sinne hatte, und bei Weinbergen mit fünfelligen Quadraten wegen der kleinern Zähl 37 der Radius vergrößert werden müsse. Nun legt Maimuni der Mischna folgenden Grund der Kreiserweiterung unter, wodurch er die Verlängerung des Radius um 4 Ellen erhält. Er sagt: Die im zweiten Theile der Mischna stocke gegeben ist, die Grenzorte, zwischen welchen sich das יוק befinden muß, zu bestimmen. Die Formeln, die ich zu dieser Aufgabe anwende, und deren Entwickelung zu zeigen, ist h!er nicht der Ort.