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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 4 · p. Seite 128

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 4
Article
Rabbi Meir
Date
1855-01-01
Page
Seite 128 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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128 Rabbi Me'ir. Entsagung den heiligen Boden mied, und seine letzten Worte legen Zeugniß dafür ab, daß er seine Entfernung als ein Exil ansah. R. Meü, so berichtet der Jeruschalmi (Kilaim Ende), starb in Kleinasien. Ans seinem Sterbebette sagte er: ״Verkündet den Palästinensern, daß sie hier ihren Lehrer finden". Er wollte damit andeuten, daß sie die Verpflichtung hätten, seine Leiche nach Palästina zu schaffen." Und so groß war seine Anhänglichkeit an das heilige Land, daß er einstweilen, bis die Palästinenser sich ihrer Pflicht würden entledigt haben, seine Leiche an den Meeresstrand setzen hieß, weil Palästina selbst meerbegrenzt sei׳). . R. Meir's geistige Hinterlassenschaft ist so umfangreich und zugleich so innig in die Gesammthinterlassenschaft jener Jahr- Hunderte verwebt, daß ein getreuer Bericht über dieselbe nichts anderes hieße, als über sammtlichEDrdnunaen der Mischna bis in die einzelnen Halacha's sich sseWreiten. Wir müssen für unfern Zweck uns darauf beschränken, nur den Theil seiner Lehren und Mussprüche, die das entworfene Bild des großen Mannes nach der religiös sittlichen oder socialen Seite seines Wesens zu vervollständigen geeignet sind, hier nachMtragen. Als den eigentlichen Zweck des Lebens sieht er die Beschäftigung mit der Wissenschaft oder genauer mit dem Inhalte des göttlichen Gesetzes an. Aus dieser Thätigkeit, wenn um ihrer selbst willen getrieben, folgen ihm mit NothWendigkeit alle jene sittlichen Eigenschaften, die das Leben des Menschen beseligen und von denen ihm neben der allgemeinsten, der Gottesfurcht, die Bescheidenheit, die Langmuth, die keine Beleidigungen nachtragende Versöhnlichkeit obenanstehen. Näher bestimmt er das durch die Kenntniß des göttlichen Wortes zu erreichende Ziel als die Liebe zu Gott und zu den Menschen, und zwar als die sich thatsächlich in dem Verbreiten von Freude um sich her 2) Offenbar ist dies der Zusammenhang der sonst zusammenhangslos aussehenden Stelle: יר.א כןשיחכון דידמן ואפילו כן אמר לון זכו׳ Merkwürdig ist, daß hier das Wort unZweifelhast in einer viel allgemeinern Bedeutung auftritt, als sonst nachweisbar.. (Fast alle Kommentatoren nehmen dieses משיר.נוך in dem angegebenen Sinne und scheinen kaum das Befremdende, fast Unsinnige dieser Auffassung Zu fühlen. משיכון ist aber von >״ שלדdurch euer Gerede"; N. Me'tr sagte dieses ״daß ich hier (außerhalb Palästina) sterbe, kommt durch euer Gerede", durch irgend eine Verleumdung oder durch den gedachten Streit mit dem Nasi. F.) ״v-

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