Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Über einige seltene Schriften in der Bibliothek des Herrn Dr. Carmoly
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 4)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 107 Rezension ab und stimmt mehr mit der Venet. Ausg. überein. Unter den anderen kleinen Midraschim, die sich in dieser Sammlung befinden, wie מ' ויושע, מעשה דר' יהושע ב"?! ס' זרובפל, אותות משיח, weicht am Meisten das אותיות משיח von der Jell. Recension ob. 3. Paraschat Kesef, Kaspi's Supercommentar zu Jbn Esra's Commentar aus den Pentateuch. K. verfaßte diesen Commentar in seinem 20. Jahre unter der Beihülfe seiner Freunde רבי ישעיה ברבי מאיר ובפרסום דודינו דטיירנגש. Er erklärte aber nur die exegetischen und grammatischen Stellen, die sogenannten ״Geheimnisse" von I. E. ließ er unberührt, theils weil sie ihm selbst nicht ganz verständlich sein mochten, theils weil man nicht veröffentlichen soll, was der Vers, als Geheimniß verschleiert. Motot und der Vers, des Ohel Josef haben diesen kaspischen Commentar oft benutzt, Samuel Sarza in Mekor Chajim aber denselben regelmäßig bald wörtlich, bald mit weniger Veränderung abgeschrieben, und dies am meisten in den zwei ersten Büchern des Pentateuch, so daß mit Ausnahme der philosophischen und astrologischen Digressionen der beste Theil des Mekor Chasün fremdes Eigenthum ist. Die Erklärungen Kaspi's sind größtentheils seine eigenen und selten erwähnt er die eines Andern, wie z. B. die Erklärung der Schätzungsskala in Levit. 27, nach der Mittheilung eines Weisen, ״daß, wie ein anderer Gelehrte sagte, Herr Cwar um so bereitwilliger uns diese afrikanische Abschrift zuzustellen, als Rapoport in seinem Vorworte zum Pärchen die Echtheit dieser Abschrift in Abrede stellte. Ohne als Ritter für Herrn C. gegen die schweren kritischen Angriffe Napoports aufzutreten, begnügen wir uns mit der feierlichsten Verstcherung, daß die Pariser Ausgabe ganz genau mit dieser afrikanischen Recensivn überetnstimmt und als redlicher Zeuge wollen wir die Handschrift ganz genau beschreiben. Die Relation des Eldad ist auf echt orientalischem Papier in 4° in afrikanischer Schrift, sehr leserlich und mit rother Tinte geschrieben. Die Bezeichnung der Perakim in regelmäßiger Quadratschrift scheint von einer andern Hand zu sein. An der von N. verdächtigten Variante ist keine Spur von irgend einer Veränderung zu erkennen. Der Kopist hat diese Relation auf die leeren Blätter eines Heftes geschrieben, das neuere .vom ד!ד,ע!י In einer ganz unleserlichen echtafrikanischen Schrift enthält. Nm in dieser Beschreibring ganz unbefangen zu sein, und um nur das Gesehene zu vertreten, haben wir von dem Besitzer keine weitere Auskunft verlangt und überlassen es nunmehr dem wahrheitsliebenden Forscher, seine Verdächtigung zurückzunehmen oder sie aufrecht zu erhalten.