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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 12 · p. Seite 452

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 12
Article
Briefe aus Berlin
Date
1854-01-01
Page
Seite 452 (sequence 3)
Language
German
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452 Briefe au* ^a־(üt. übernehmen sollte, daß!10 ein AequivaleM für deren lliltusbedürfmsse >u <^ute halten soll. Dies war der mttifte 2tr0itnmft, um lochten die Oteibungen der hssnneindevenreter und der Reform nt drehten. Der l^mwindevenrand hätte fit aber einer unveneihluNn Sauheit ftuldig gemacht, nvnn er 11m des halben Friedens willen Heb ui diesem Vunkte natglcbig gezeigt hatte. sZuedeii können und sollen die Neusten im bürgerlichen und ןו0\י111'\ז0גי Verkehr mit einander haben, aber cnזvX00ןל1נfc^t0 Prinewien müssen sit feindlich, nnversöhn'it hefamofen, und d:e genug üe vnneivrelle Toleranz käme einem Verrathe gleit. l>s ist aber als eine freudige l^rsteinung im Berliner Gemeindeleben zn eonstatlren i!nd zeugt non Zunahme bewußtooller Re- Ugiomät, daß die aufeinander folgenden Vorsteher an dem Brincive fesll'alten, der )Kcfcvm die '^nerfennuna als berechtigte ssnlrnsgemeinde zu versagen. Hingegen wud kein Unbefangener der Reform Nett geben kennen, daß sie wegen dieses 'Jhtco die Gemeinde 131 den fairen fiiun# ciellcr Verlegen!׳ett im 2lieh l!eß und deren ׳tiltglieder il׳re <>>emeindeheurage entzogen. Wir kommen jetzt ans das Jahr 48, das für die Bcruner h>emeindeverha!tnisse eine heilsame Krisis herheiführte. hewal׳rte fieh, wce sehr das oiihentbnm in der Majorität der Berliner an Warme und Anhänglichkeit gewonnen hatte. Waln׳cnd an vielen Orten das religiöse Interesse in den hvmütberu von der volnisten Nahrung absorbirt wurde, ermatte es gerade m Berliii ans der 20־ thargie und entwickelte eine überraschende Nührigkelt. Man glaube aber nitt, daß an diesem Ansstwnnge zuln Bessern die neuen Elemente beitrugen, weite ans den Provinzen binulkämen und allerdings mehr religiöse Warme mithratten. Diese sinnige übten in der ersten Zeit gar keinen bvinffcuft ans das Gemeindeleben ans, die Negeneration ging vielmehr ans der eignen Mitte hervor. Der verrottete Wahlmodns hatte bis dabin einzig und allein an den trüben Grsteinungcn Stuld, weil die wahre Majorität sieh nitt.hatte bethatigen können. Sobald aber nach dem Mutter des damaligen volitisten Gebens die ganze Gemeinde in Urwahlen berufen mürbe sich Vertreter nach ihrer Ueherzengung zu geben, zeigte es sich sofort, daß das eonservative Prineiv in der Gemeinde vorwaltend war. Die Nepräsentantemnitglieder und der von denselben gewählte Vorstand vom Jahre 4!) gehörten nitt nur dieser Richtung an, sondern zeigten auch den ganzen (>׳rnst. in diesem Sinne die Gemeindeverwaltung zu führen, (lue schwierige Aufgabe stellte sich ihnen aber beim Antrit ihres Amtes entgegen; sie sahen sich in die Lage verseht, um die tief eingreifenden Gebrechen zu beseitigen, restaunreud verfahren zu müssen und diese Aufgabe wurde ihnen noch

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