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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 11 · p. Seite 427

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 11
Article
Zusätze und Berichtigungen zu Rapaport's Erech Millin, insbesondere zu dem sprachlichen Theile desselben
Date
1854-01-01
Page
Seite 427 (sequence 10)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 427 bcachtcnswcrtb. (Zinen Beweis für die Nichtigkeit und Erläuterung des Wortes אגורי finden wir auch darin, daß es nur bei solchen Dingen vorkommt, die eine gewisse Feuchtigkeit enthalten, wie außer den genannten Stellen auch im Bereschit Nabba H. 91, wo das מור אגורי erwähnt wird, worüber Aden Osra zu Orod 30, 24 lind zu Kant. Kant. 1, 13 zu vergleichen ist. Der חטץ א,:ורי wird übrigens noch mehrmals erwähnt und zwar an Stellen, aus denen klar hervorgebt, daß nur feuchter Weizen (also wiederum סקץ׳ט^:) darunter verstanden wird, da er dem הטין (4 5שהמחיה, wofür oster mit Weglassung des ה nur שמתיה geschrieben ist, entgegengesetzt wird. So beißt eS talm. jer. Nastr Perek 5 balach 1 gegen Onde (e<l. Amsterdam j>. 11b) נחכוין לתהום כיי הטין שחמהית וימצאה אגרון wenn er die Absicht batte, die Hebe zu bringen, von einem Maße schwarzen oder besser durch die Sonne getrockneten Weizens und es findet sich, daß er feucht ist, wo das nentrum 0ק׳ןט{ steht, was aber der Verfasser des פד משה fälsch-!ich durch לביד׳ erklärt. Ferner im talm. jer. Maassar sebeni Perek 4 bal. 1 (ed. Amstd. 10 a) לכן צריכה אפילו מן האג־יו על השמהית ומן השמתיח על ה אגרו, deßbalb muß ausdrücklich erwähnt werden, daß man selbst feuchten Weizen durch trockenen und trockene»! durch feuchten nicht auSlösen dürfe. Durch Druckfehler steht hier האגרו, was der h'ommentator gleichfalls fälschlich durch ארוב wiedergibt׳"'). Dieselbe Stelle 4) Ungenau ist die Behauptung von ^achs in seinen Beiträgen I, 170, daß AackiiiänideS zu 1 M. 30, 32 הזש durch שחרש, schwarz, erkläre, da dieser ausdrücklich sagt: פירשו בו שהוד ני השחרות מפגי החיש ואיננו נכין בעיני והנכון דעת אונקלש (vgl. Abcn Osra und Kimchij שחוש והוא ק ריב ־1אדוש וקלו־ין אותו דוש (roso im Spanischen». 5) Das; ר und ד häufig verwechselt worden sind, wird bei der großen Aehulichkeit beider Buchstaben keines besonderen Beleges bedürfen. Berg!. Frankels Borstudien p. 210 und Sachs 10c.'eit.. I. p. 105. benutzen diese Gelegenbeit zur Mittbeilung einer Oonjoctur, durch welche eine dunkele Targumstclle. in welcher nach unserem Dafürhalten gleichfalls eine Berwechselung des ה und ה vorgekommen ist, Viebt erhält. Orod. 22, 2 erklärt nämlich Onkelos die Worte אש זדחה השמש עי^יו durch אש עינא דשרריא נפלת עלוהי, eine 01klärung, die sowohl in sprachlicher wie in sachlicher Einsicht ihre Schivierigkeilen hat. Der Singular עינא :כוי ist hier ebenso besrenidend wie die ganze Auedrucksweise, da sich unseres Wissens nirgends eine Parallele findet, wo statt חזא oder חמא die Nederwart עינא נסי׳ת על*,״ gebraucht wäre. ^Will man aber auch von der sprachlichen Schwierigkeit absehcn, so fällt cs doch jedenfalls aus, daß diese sonderbare Interpretation des ואם זרחה השמש weder in dem Pseudojonathan, der ja bekanntlich, wie Frankel an vielen Stellen seines BucheS über den Oinfluft der palästinensischen Exegese aus die alerandr. Hermeneutif nachwcist, den Onkclos zur Grundlage seines Largums gemacht hat, noch in dem tnrgum jcruschalmi noch auch in den Tatmuden und Midraschim irgendwo eine Unterstützung sinder. Schon Nasch! hat diese Schwierigkeit gefühlt und sic mit der Bemerkung ואגקלוס לקח לו ששר. אחרת durch eine fehl* gezwungene Deutung zu lösen versucht. Uns scheint es, daß Onkelos die Stelle אם!דהר. השמש mit Mechilta und Talmud (vgl. diese Monatsschrift 1353, p. 395) bildlich aufgefaßt habe, in dem Sinne wie wir etwa sagen wurden:

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