Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Zusätze und Berichtigungen zu Rapaport's Erech Millin, insbesondere zu dem sprachlichen Theile desselben
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 426 (sequence 9)
- Language
- German
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426 Wissenschaftliche Aussätze. ein fremdes.Wort dadurch zu erklären, daß mau es entweder in mebrere Wörter zerlegte, die sich in der heimischen Sprache wiederfanden und durch ein hebräisches Wort von gleichem Klange erläuterte keineswegS einen verunglückten Versuch, den etymologischen Ursprung desselben darzutbun oder gar den Beweis finden dürfen, als haben die Nabbinen die Sprache der früheren GcsetzeSlehrer nicht verrstanden. -- Nach dieser für die (rrklarnngSweise der Fremdwörter in! Talmud und Midrasch überaus wichtigen Bemerkung kehren wir zu der (rrläuteruug des Wortes אנודי zurück, in welchem wir das griechische Wort uypcherkennen, wodurch ebensowohl talm. bab. Berachot 3!)u als auch die oben angeführte Stelle auS dem talm. hier. B-ickurim 2a, wie der Midrasch Bereschit Nabba 9l lind Bamidbar Nabba tz. 4 vollkommen klar wird. Berachot 39:1 heißt es nämlich: דת שאמרו לא קטן ולא גדול אלא ביגוני וזך. אגו-י ואם־' רב' אבהו לא אגורי "׳צמו אלא אבתטי ׳צמו ואמרי לד. פמיוס' ׳צמו ובו׳. Die Oelbeere, von welchen die Nabbinen handeln ist, ist weder die große, noch die kleine, sondern die mittlerc, d, b. weder die völlig ausgewachsene, aus der das Del von selbst fließe, noch die ganz kleine, unreife und barte, sondern die mittlere, scuckte und diese beißt \iypc£. Trefflich ist hierzu dem Sinne nach die Erklärung Naschi's מזומן לצאת ממנו שאינו:בלע בם ״י ובו׳ (vgl. Mi schund Kelim 17, 8.■). N. Abubu sagt: sie beisii nicht uypec;, sondern aßp<0to^, die!wegen ihrer Fettigkeit) nicht genossen werden kann; Andere sagen, sie beiße 'סכד־וס d. i. c\>{j.ßp<1>£, die wegen ihrer Fettigkeit nur mit anderen Dingen znsammeugenosscu werden kann. DaS letzte Wort habe ich zwar Lu den mir zugänglichen Wörterbüchern nicht finden können, indessen ist es so richtig zusammengesetzt, das! seine Erwähnung im Talmud neben den anderen Compositis hinlänglich sein Vorbandtnsciu verbürgt. אברוטי liest Bruch אבררצי, was ebenfalls richtig ist und aßpti^ beißt und ist dies dasselbe Wort, das in der oben äugeführten Stelle talm. hier. Bicknriin 2:1 אוורוסי geschrieben ist, wobei sich nur der so häufige Uebergaug von ב in ו zeigt. Schon Homer kennt neben dem uypcv u5c.jp Odyss. 4, 458׳ dem fließenden Wasser, uu (Gegensätze zu dem gefrorucu auch das vypvv e^aiov Ilias 23, 281, worunter er das flüssige Olivenöl im Gegensätze zum festen Thierfette versteht. So erhält auch nach der von Lonsano citirtcn und von Philipp d'Aquino in seinem Maarich hamaarachoth wie gewöhnlich ohne Quellenangabe nachgeschriebenen richtigen Leseart, die Stelle Bamidbar Nabba §. 4 Licht. Der Midrasch läßt dort nämlich Gott sagen: Bei anderen Völkern achte nicht auf ibre Anzahl, die Israeliten aber sind rechtlich, gleichsam dem fetten und feuchten Weizen ähnlich und darum