Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Zusätze und Berichtigungen zu Rapaport's Erech Millin, insbesondere zu dem sprachlichen Theile desselben
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2829132-2829164-2829176-2853430--01979-2853467- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Missenfch aft liehe Aufsa tze. 425 vereinigen lasse. Die Stelle im jerus. Talmud, aus welcher 9iap. auch hätte ersehen können, wie wenig genall inan es mit dem י nahm, da hier das Wort א,׳ודי sich promiscue rheils mit theils ohne י nach dem א findet, heißt nämlich vollständig also: זית שמן זד א גורי;*־ב אמי בשם דבי יוחנן זד אוו״וסי ולמד גק~א שמו א גורי שהוא אגור שמנו לתוכו וכל דזיחיב מאבדי; שמנן א״ד הנינא כל דזיתים הגשמים יורדין עלידזן ודן פולטין את שמנן וזד דגשמים יודדין עליו ודוא אוגד אח שמנו לתוכו, was folg endermaßen anszufassen ist. זית שמן bedeutet אגיידי. A. Ami im Namen des R. Jochanan sagt, es bedeute אוודוסי Hs. weiter unten). Warum heißt es aber אגודי? Weil es sein Oel in sich behalt, wahrend sonst die Qelheeren ihr Oel verderben lassen. R. lshanina sagte: Alle Oelheeren lassen, wenn der Regen auf sie herabsällt, ihr Oel auslausen, während dieses, obwohl der Regen darauffällt, sein Oel in sich behält. Aus dieser Talmudstelle und noch deutlicher aus talm. bah. Bcrachot 39 a geht klar hervor, daß die Rabbinen die Bedeutung des Wortes אגודי genau kannten und daß sie es für ein Fremdwort hielten, für welches einige daher andere Fremdwörter von gleicher Bedeutung suhstitnirten. Der Zusatz ולמד נקיא שמו אגודי וכד ist aber jedenfalls ein späterer und findet sich daher auch im Sisri zu Deilt. 2(5, 2 nicht, keinesfalls aber ist diese Erklärung, obwohl den des ^Griechischen knndigen Rabbinen die gleiche Bedeutung des hebr. אגד und des gricch. aye-ipe») nahe genug liegen mocht׳, etymologisch als aus den Ursprung des Wortes אגודי hindeutend Zn fassen, sondern als ein Versuch zu hetrachten, den den! Worte entsprechender! Begriff zu klarer Anschauung zu bringen, wobei natürlich das Streben nicht zu verkennen ist, in dem bekannten eigenen Sprachschätze alles Fremde wieder zu finden. Solche Versuche in der Auffassung und Behandlung der Fremdwörter nach ihrer etymologischen Seite hin finden sich aber nicht bloß bei den Rabbincn, sondern gehört überhaupt der Richtung jener Zeit an, und es ist interessant, Berührungspunkte dieser Art in den verschiedenen 2iteraturgebietcn wiederzufinden. Zu der Auseinandersetzung, welche sieh hierüber bei Sachs in seinen Beiträgen II. (57 ff. findet, fügen wir hier.noch folgende Beispiele hinzu. Bpoup.btX».<x lat.!)rumalia erklärt das Etimologicon 7rapa to e£ aXXorptav ßp«kaaTe,)v tps'epeo^ai aXt£ mit dem naiven Zusatze icxl 50 t( Xe$t£ £(jjxa1x׳rr Für xav&YjXa lat. candela sucht Suidas eine grichische Etymologie und erklärt dieses Wort 7rapa to xafeiv SvjXa und jxavS’SXiov mantile leitet derselbe von 7capa to jxaTrstv tt;v 3X1qv her. Ebenso suchen griechische Grammatiker für xavjxx capsa und xvjvcoc census eine Etymologie in ihrer Sprache. Somit wird man in dem Verfahren der Rabbinen,