Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Juden unter den ersten römischen Kaisern
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 411 (sequence 11)
- Language
- German
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411 I5if Juden unter den ersten römisede» Kaisern. Zusammenkünfte, nach die Sammlung der Hebe, sondern er hielt im Gegentheil unsem Glauben so hoch, das; er mit beinahe seiner ganzen Familie unseren Tempel mit kostbaren Geschenken zierte und überdies; vcrordnete, das; täglich auf!eine Kosten für immer zwei Opfer־, geweihet den; höchsten Gott, gebracht werden sollen. Und diese iTpfer werden noch heute gebracht und so wird es stets so geschehen: ein Andenken wahr- Haft kaiserlicher Gesinnung-). Ja er ivollte sogar, das; bei den monatlichen Bertbeilungen an Geld und Getreide, auch die Juden nicht zurückgesetzt werden, und wenn die Aenheilung auf einen Sabbat siel, wo wir des Gewinnes wegen weder etwas geben oder aunehmen oder verrichten dürfen, so waren die Spender beauftragt, den Antheil der Inden auf den ander» Tag zurückzulegens). Auch TiberiuS hatte sich als nach der Hinrichtung SejanS dessen Anklagen gegen die Juden sich als Aerläumdnngei; erwiesen, den Juden geneigt gezeigt und verbot jeden Eingriff in die Weise ihrer Gottesverehrung H. Nur Ealigula wollte von Jedermann als Gott verehrt sein: er nahm nicht nur den Namen an sondern hielt sich wirklich für ein göttliches Wesen und in diesen; Wahn wurde er nicht wenig vo>; den Alerandrinern bestärkt, die heuchlerischer Weise unerschöpflich in Manisestationen göttlicher Tierehrung waren. Ealignla nahm diese Gbre>;beze»gn!1gen als ernstlich gemeint an, und war in den; Grade den Alerandrinern gewogen als er den Juden abgeneigt war. Sein Has; gegen diese wurde noch überdies; durch einige Hgypter aus seiner Umgebung, unter denen ein gewisser Helikon als Genosse seiner Ausschweifungen vorzüglich seine Gunst besaß, unaufhörlich genährt. Um diese Zeit sandten die alexandrinischen Juden eine Gesandtschaft an Ealignla, die ihm die ungemeinen zu Alerandrieu erlittenen und zu erleidenden Drangsale vorstellen, sollten. An der Spitze dieser Gesandtschaft befand sich Philo. Man wandte sich an Helikon, vielleicht werde es gelingen ihn zu Gunsten der Juden umzustimmen: allein vergebens, sie konnten nicht einmal den Zutritt zu ihn; erlangen. Es wurde 2) Das מקב•1',' נררים ערבות נון הנכרים Cholin 13 u. sonst hat also auch eine historische Bedeutung. 3) Dieses sind mit mancher Abkürzung die eigenen Worte Philo'S p. 101 {. 4) Vgl. oben S. 403.