Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Juden unter den ersten römischen Kaisern
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 412 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2829132-2829164-2829176-2853428--01962-2853454- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Tie ■Jnh'11 unter den mh’11 röntn'il'cii Mauern. 2־ 5 >׳ bn()0v bcfehl offen dein (>ali^u!a ein tun gefaßtes Tdircibcit;u itbcrrcidtcn: die untftiinNidtc Auofültrnng war ibm (dum früher durch '■)liiviypri überleben worden. Tod) wie fein׳ hotten wir uno, ruft Philo auo, vom \>tufan^ an iv'täufdtt, 1110 wir hofften nt einem hlidncr u! fommen und von ihm :){edtt nt erlange»! 'iu>n ihm, der ein unversöhnlicher Ieind war und unter einem sreundlidien Aenßern tind freundlichen Worten seinen vafs n> verbergen uniftte! <d׳r empfing uno zuerst auf einem au der Tiber gelegenen Gefilde, alo er eben feine (Härten verlief;, grüßte freund!id>, winkte uno mit derAedtten ni, und lief; uno durdt .vomiluo, den die svefandtfcktaften aufnehtneuden Kämmerling, sagen: Ich selbst will sobald ich nur Muße habe eure »läge uuterfudien. Tie Umstehenden beglückwünschten uno, und audt man die der »uferigen ließen fickt von diesem äußern 2 dien! tüufdtcn. Tod) id), durdt ׳Alter und Nachdenken mehr erfahren, war ängstlich übet dao worüber Jene fickt freueten. Warum, sagte idt mir, will er uno da so viele Gesandtfdtaften anderer Völker da find, befondero aulivrend ('׳r weift doch wohl, daß wir Inden sind, denen eo genügt, wenn sie nur 1üd)t Anderen nachgefent werden, dn׳ fdteint auf Teile der Alerandrinerch;u fein, diese will er zuerst anhören und so werden wir in ihm statt eines üitebtero einen iyoinb finden. Philo 0 Ahnung hatte ihn nicht getauscht: und bald sollten sie nackt Tchlimmereo erfahren. Tie waren nämlich nackt Puteoli gegangen, wo fickt jent tchrligula befand und hofften daselbst;»r Audien;;ugelaffen;u werden. Ta begegnen sie einem in ibrünent zerfließenden (ttlaubenogenoffeu, der ihnen ,;uruft: ״Ter Tempel ist zerstört: h'alignla hat befohlen, daß ihm eine kolossale Bildsäule, die nackt ihm Jupiter benannt werde, im Innersten des Heiligthumo tim Allerheiligstent errichtet werde". Tie vermochten in ihrer Bestürmung kein Wort hervotgubringen: endiid) fragten sie. welcher Umstand diesen Befehl hervorgerufen habe. Jener erwiederte: Bekannt ist, daß er die Juden haßt, weil er bei ihnen auf Widerstand seiner Tclbstvergötternng stoßt. Tiefer Haß hat nun durdt die Briefe des (fa- ,») Die Alexandriner batten ebenso lla eine Gesandtschaft an <<ali,u>Ia ge: sätiekt. Unter dieser befand sich der Grammatiker At'ion, durch seine bei dieser Gelegenbeil überreichte Lchmäbschrift gegen die Juden bekannt. Insirbus widerlegte sie später in seiner Schupschrist. die der erste Jahrgang dieser Monatsschrist brachte.