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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 11 · p. Seite 410

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 11
Article
Die Juden unter den ersten römischen Kaisern
Date
1854-01-01
Page
Seite 410 (sequence 10)
Language
German
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410 Die Juten unter den ersten röniischen Kaiser». tückischen Lire ich führten sie schleunigst gegen die große mrd berühmte Proseuche nus. in die ste eine Quadriga mir dein Bilde des Kaisers brachten 'st Sie hatten bis setzt Lolches nicht gewagt. ׳Auch die Ptolemäer waren von ihnen für Götter gehalten worden «und wie sollte dieses anders sein, da sie doch auch Hunde, 'Wölfe, -öwen, Groeodille und anderes, viele -and- und L-asiergetiner und Bögel unter die Götter versetzend), vorfüglich genoß Bngustus, der dem zerklüfteten Reiche wieder Ruhe und Frieden gegeben hatte, allenthalben göttliche Ehren: dennoch ging es Niemanden bei die Bildsäulen dieser Herrscher den Proseuchen anfzndrängen, denn man Hane daraus rechnen können, das; solche Beeinträchtigung von diesem Fürsten wäre gemißbiiliger worden. Bugustus hatte offen gezeigt, das; er den Juden keinen sffvang austegen wolle. Er wußte, das; der jenseits der Tiber gelegene Ttadtkheil Roms stark von Juden bewohnt sei. von denen sehr viele -;berliner, d. i. durch den Krieg in Gcsangcnschaft geraihene und von ihren Herren freigelassene Männer waren und denen daselbst nach der Sitte der Bäter zu leben gestaltet war. Er wusste, das; sie daselbst Proseuchen haben, in denen sie;zumeist sc an den Sabbaten -zusammenkommen, uin sich öffentlich in der väterlichen Weisheit tdcr heil. Schrift» zu belehren. Er wusste, das; sie heiliges Geld der Hebe sammeln und dieses nach Jerusalem durch hierzu bestimmte Männer schicken';. Und er verbannte sie nicht, noch nahm er ihnen das römische Bürgerrecht, noch änderte er Etwas hinsichtlich der Proseuchcu, noch verbot er die gottesdienstlichen 1>) Die Beschreibung fricfcr grossen Sv nage vgl. Sueea a. a. O. 1) Dieses <sk!t der Hebe ist der jährliche halbe Schekel, worüber dgl. Xvactat Schekalim c. 1 ff. Bcmcrkcnowerth sind auch die Warte Philo'S (du Monarchin p. 822): ״Der Semycl (zu Jerusalem) hat nicht nur seine Einnahmen aus einem Stück Vanbc, sondern noch weit beträchtlichere, (fö ift nämlich ט ct'^cfd'rieben, jedes Ja ln׳ die Hebe ( aTc׳xpx^) vom ^ranzigsten Vcbensjahre angefangen, zu bringen. Da dieses Volk sehr zahlreich, so ist diese -vebc sehr gross. Daher sind allenthalben Schatzkammern für das heilige Geld . angelegt, und es ist gebräuchlich. daß Jedermann dorthin die Hebe abgebe, j Dieseheilige Geld wird dann zu gewissen Zeiten durch Abgeordnete hinaus nach dem Tempel gesandt". Schekalim 2, 1. 3, 4 erhält hierdurch noch mehr I Licht, vgl. auch vor. Iabrg. S. 4flü. — (£& ist ferner wahrzunehmen, dass j * Pt)jlo nur den Tempel zu Jerusalem als den Ort der abzuführenden Schekel | kennt, und nur ihn allein für heilig hält, (de Monarch, a. a. O. sagt er auch: die Juden haben nur einen Gott und nur einen Tempel.) Er verwarf also den Tempel zu LcontopoliS.; vgl. auch I. Jahrg. S. -73 ff. ׳ ׳! . * (i ׳

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