Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Lehrfreiheit im Judenthume
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 2)
- Language
- German
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Xue?eforfmbeit im Indcittlnime, 366 01? ein fveinb ber öffentlnfien Cvbnunc\ vor da? füevidit (V'1’ U'iV'11 unb b oft nt fr loerbe». - ■ ״'idemi bir eine 20die zweifelhaft crfdieint 1'0v Coeridit, 0? fei eine Sache bie.ba? t׳eben ober ba? ('i^enilmm ober leibüdie Tch'fdtäbignng betrifft, ober fouft eine Srreitfadie, bte in beiiteit Thoren oovfallen bürste, so sollst bn bid> anfmadien nnb an den Ort Imiauffloben, bei, ber 8w,go bei» ü-'ott wöblen wirb, nnb bu sollst bafelbft tu bent Priester au? bent 2t01nnte Veoi ober ן» bem :)iiduer fomiiten, ber e? alobamt fein wirb, unb sie fronen, so werben sie bir soweit wo? Redtten? ist. Du inufit ober so verfahren, wie man an dem Orte ben der twiste wälilen wirb ben An?fprnd> nnb sorgfältig beobad,ten, wo», man bi eh daselbst lehren wirb. Rad, ber Delire, die mau dir gebe» und nad, bem Rechte, da? man bir anzeige» wirb, sollst bn handeln nnb von dem so man dir sagen wirb webet recht? noch link? abweichen, Ä!>er aber au? Irevel dem Priester, der baseibst de? lnvigen deine? Wotte? Dienst verwaltet, ober bei» Richter niecht gehorchen wirb, derselbe soll de? Tobe? sein; du wnstt den Böfewtch! an? Israel wegsd,affen, das e? die ganze Ratio» erfahre, fid; fürdite und nicht mehr so sreveimüthig handle" (Denteronom, 18, 8 ff.), Zeigten fid, bei der einen ober bei ber andern Gelegenheit int hohen!)!atlie bivergirenbe Ansiditen und die sorgfältigste (frörtening der 2treitfrage konnte leine gegenseitige Porstänbigung herbetsühren, so wurde zur Abstimmung gesd,ritten und die Minorität muftte der Majorität loeidien. ״In frühem Zeiten", sagt R. Jose, ״konnte e? feilte beharrlichen Mei1»mg?verschiebenbeiten (in Re!igion?fachen) in Israel geben, denn es hotte da? oberste Synliedrin, welche? an? 7k Senatoren bestand, feinen List im Tempel, zwei untergeordnete Gericht?höfe, zu je 28 Mitgliedern, waren int Porhofe de? Tempel? unb am Inste de? Tempelberge? in Thotigleit, und dazu hatte uud> jede etwa? bebeutenbeve Stabt ihren eignen Senat von 23 Aeltesten, Gntstand nur irgend wo ein religiöser Zweifel, so bvadite inan die -Sache vor die städtische Behörde; konnte diese? Kolleginm den fraglichen Gegenstand nicht erledigen ober war die Erledigung der einen oder der andern Partei nngenügend, so konnte man sich an die höliern 8'ollegieri zu Ieripalein. und endlich wenn auch dort da? 'Resultat kein allseitig befriedigende? war, an die höd)ste Behörde im Tempel wenden. Hier mußte die Streitfrage zur endgültigen Entscheidung gebracht werden;