Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 357 (sequence 3)
- Language
- German
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Diccciifioiicu und Anzeigen. 357 Ausschluß. Die Schrift wurde erforscht nach der Wortdeutung und nach exegetischen Regeln. wird aus diese und jene na der eingegangen und bei den sieden exegetischen Regeln Hillel'S nachgewiesen, daß גז״ש ursprünglich nicht die ähnliche, sondern die begriffliche Wortanalogie auodrück'te. — Aus die talmudisede Schriftforschung übergehend wird bemerkt, daß die talmud. Autoren die Schriftertlarung meistens nur zur Motiviruug der Meinungen früherer Lehrer —- der Tanami — Herdei holten, daher eine eigentliche Schriftforselnl>ng hier nicht zu suchen ist. In der talm. Periode tritt die ו.ז״ש, da sie häufig nur zum Lerständniß der Tana'üu postulirt wird, in idre äußerste Pdase und wird ähnliche Wortanalogie. — Nachdem noch Manches über jerus. und badyl. Schristsorschung erwähnt wird, wird zur Ha gada üdergegangen, 1ו0ט den hier maßgebenden!ל״ב מרות של ר״א כנו שי ריה״ג rnanche angeführt und die אל תקרי u. a. m. besprochen. In scharfem Gegensätze zu der paläst. S chriftforschung, die aus dem reellen Boden des Gesetzes stand, tritt die alexandr. Erforschung der Schrift hervor,, deren eigentlicher Repräsentant Pdilo ist. Zn diesem wird, nachdem die Septuaginta kurz erwädnt und darauf ausmerksam gemacht wird, daß Genesis 1, 2 die Uebersctznng a6pa0£:־ xai, axaTaaxsuaöTo^ für תהו ונהו ein späteres Einschiebsel sei, übergegängelt und heroorgehoden, wie auch in Alexandrien die Schrift hoch verebrt und auf jedes ihrer Worte ungemeines Gen?ich 1 gelegt wurde. Ader den Alexandrinern war es ihrer selbst unbewußt eigentlich mit* darum zu thnn, die ihnen liedgewordenen griechischen Speeulationen in der Schrift wiederznfinden: ihnen waren hellenifeLje Philosopdeme die eigentlichen ätriierien für die Schrift. Muß nun die Oberflächlichfett sr übe rer und neuerer Forschung zurückgcwiesen werden, die das Motiv der alexandr. Schriftauffassung in dem eitel 11 Bestreben es den Griechen gleichzuthun sucht, und tritt vielmedr auf jeder Seite das ernsteste aus innerer Ueberzeugung hervorgehende Streben nach reiner Schristanssassung hervor, so ist um so tiefer zu bedauern, daß dieses Streben von vorn herein getrübt war und die Schrift nur durch die Perspective der hellenischen Speculation ausgesaßt wurde. Die Alexandritter wähnten die Speculation in der Sännst wiederzufinden und fanden im Gegenteile die Schrift in der Speculation. — Gs wird nun nachgewiesen, welche Motive die Alexandr. zum eifrigen Studium der Schrift überhaupt und zu diesem Hinei ntragen fremder Best.mdtheile veranlaßt hat. Auch wird Aufschluß über das überraschende Phänomen gegeben, daß bei aller Pietät für die Schrift die Alexandriner dennoch nicht das Original — die h. Schrift in der Ursprache — verstanden