Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Die Namen der persischen und babylonischen Feste im Talmud
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 350 (sequence 4)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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350 Wissenschaftliche Anssatze. wo cS für Naurus steht, welchein der Frühliugsnachtgleiche, nach Jernschalmi den 20. Adar, gefeiert wurde. Für ׳עשר כארר ntüfUo aber עשרים כאדר gelesen werden, >vas sich auch dadurch schon rechtfertigt, da עשר כאדר grammatisch unrichtig ist, daher es Raschi durch עשרה כארר verbesserte. Weit schwieriger ist aber die Erlträthsekung der babylonischen Festnamen uird »vir müssen uns mit schwachen Vermntbnngcn l!nd Hypothesen begnügen, die uns selbst bei einem tm Stiche lassen. Die verschiedenen Lesearten in den beiden Talmuden machen die Verwirrung noch größer, darum wollen wir nur kurz unsere Eoujecturen andeuten. Unter אקניתי, welches Herr Napoport (?׳rech MiUin unerklärt gelassen, dürfte der so verschiedenartig lautende mythologische Name AnaVtis, Anain Tiuuutis, im Zend Anahüa zu suchen fein3 4). Der Eultus der Auaitis war im ganzer! Orient verbreitet und <s waren ihr die vorzüglichsten Tempel geweiht (lvreuzer Symbolik 11. 350 ff.). (5 s läßt sich auch dadurch die Variante des Jernschalmi in Harmonie bringen. A'anania oder >'auaoa war auch einer von dci! vielen Namen der Aria'i'tis, der besonders 2. Maccab. 1. 13 verkommt und könnte auch da- כנוני im Jernschalmi sein. Bei dem vietgestalteten Namen dieser Lettin, deren Tempel zu Eonunana, Zela u. dgl. wegen des Hicrodulcndienstcs berühmt war (Ereuzer u. Movers, Phönizicu (J1 h ff., citiren die mannigfachsten Formen), ist cs Seicht möglich, daß die Talniudistcn etwas ungenau כנוני und אקגיתי geschrieben. Bei כנויי könnte n!an auch an den syrischen Monat;כנו, Äannu, oder an;כיו, Cbinn, (?hon (Amos 5, 2t>), arabisch Ka!van ״ Saturn denken; aber die Leseart des babul. Talmud laßt sich durchaus damit nicht vereinigen (vgl. Winer, bibl. Wörtcrb. Art. Saturn). Was בהנוגי und בגוונתה, wie auch das jcrus. Talm. erwäbntc- פהוקפ1ר (die Erklärung vou Landau ist gewiß unbefriedigend) bedeuten soll, müssen wir dahingestellt lassen. Jedenfalls verdient diese mit Recht genannte klassische Stelle des Talniuds alle Berücksichtigung*)! Wir lassen darum auch, der Vollständig- 3) Zu den vielen Modmcationen dieser Gottheit gehört auch der phönizische Onka. welches mir אקגיהי viel Aelmlichkeit hat, und Men oder Mene Jesaias 65. ll. woraus viele Composita der kappadoeifchcn und persischen Eigennamen, z. B. Arta-Mrnes, No-Mana u. dgl. entj'tanden (vi<ro Movers, 650). 4) Ich ertaube mir hier eine kleine Bemerkung zu H. NapeportS Erklärung der Talmud stelle Gittln 14־ b in einer Anmerkung anzubringeri. Der Talmud schildert daselbst die Macht der Resch Galutha, die sich schon durch die ihnen beigelegtc Epitheta ankündigt. ושמותיהם סבוהלים: ארדא וארטא פילי בריש