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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 8 · p. Seite 318

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 8
Article
Hagadische Elemente bei den Kirchenvätern
Date
1854-01-01
Page
Seite 318 (sequence 8)
Language
German
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318 Wissenschaftliche Aussätze. nicht vollständig genug gewürdigt und noch weniger speziell nachgewiesen' Er stellte die These auf: Atque ex bis, cjuac modo dixii, et si imiveirsuin Ephraemi intcrprctatlonum habitum ct colorem considcnuvcris, jam vcrisimillinnim esse debet: Ephracmurai maximani suac rcrum scientaae et craditionis partem in Juclacorum consuctudine sibi comperassc — (®. 17). Multas enim habet (Piphraemus) ex Judacorum comrnentis iictas sententias et narratiuriculas, quae ad iliuci genus propius acccdunt, quocL Judaei אגדות appellarc solent (S. 20). Aber unter den Beispielen, die v. Lengerke als Beweise heranbringt, ist kein einziges recht schlagend und entscheidend, andere geradezu nichtssagend. Wer mit der bagadischen Literatur auch nur einigermaßen pertraut ist, wird darin hagadiscbe Momente finden, daß Epbräm ansiibrt, je das siebente Menschenalter sei Gott das angenehmste oder darin, daß Iesaias' Prophetengabe eine lange Zeit unterbrocben gewesen sei? Diese und ähnliche meistens aus Apokwpben geflossenen Zusätze hält v. Lengerke für jüdische Ha gada, um weidlich ans rabbinischen Aberwitz zu schimpfen (S. ZI — 30). Auch ist er den Beweis schuldig g׳eblieben, ob Epbräm wirklich unter dem Ausdruck: אגת דאמרין, oder א:״2ין אסרו oder ,א:שין מן ספויא אנ״סין מן מפשקנא jüdische Ereget-M verstanden bat. Dieser Beweis läßt sich nur durch ein tieferes Vergleichen der Ephräm'schen Exegese mit der Hagada führen. Mir ist in dem weitläufigen Kommentar Epbräms nicht ein einziges Mal aufgestoßen, daß der syrische Kirchenvater bei einer Vcrserllärung einen Juden genannt hatte, als scheute es die ״Harfe des heiligen Geistes" (wie die überschwengliche Bewundenmg ihn bezeichuete), oinzugestehen, den beschnittenen Irrlchrern (wie er die Juden nannte) etwas entlehnt zu haben. Nur eine einzige Parallele beweist unwiderleglich, daß Ephram aus jüdischer Quelle geschöpft, folglich die hagadische Kroge so gekannt hat. 7) Das eigentliche Vergehen der Ahroniden Nadab und Abibn, wodurch sie sich den plötzlichen Tod mitten in ihren priesterlichen Functionen zugezogen haben, setzt Ephram weitlanftig auseinander, und widerlegt zugleich einige Ansichten, welche dieses Vergeben anders formuliren. ״Nicht deßwegen sind sie bestraft worden", bemerkt er, ״weil das Himmelsseuer (durch ihr Hinzuthun) erlosch, wie einige behaupten, auch nicht deswegen, weil sie berauscht waren, wie andere behaupten, sondern aus vielerlei Veranlassungen, wie die Schrift andeutet. Erstens well sie fremdes Feuer zu dem v-v-m Himmel gefallenen Feuer zulegten zweitens weil sie Mose und Ahron umgingen und Spezereien ohne Austrag von jenen brachten; drittens weil sie die Ordnung ihrer

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