Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Eröffnung des jüdisch-theologischen Seminars
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 303 (sequence 11)
- Language
- German
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Die bröffnuiui des judiscl'-tbkelogisä'm t£cm111a\־t?. 303 stimmt. In bu'ft'n ans kcn Zinsen der 100,000 T Haler gebildeten Etat sind auch alljährlich vier Fraeuckel'sche Stipendien auszunchmen, jedes zu 50!Haler, für Breslauer Seminarzöglinge bestimmt, eventuell aber auch für auswärtige besonders fl ei füge und würdige Schüler der Anstalt verwendbar. Beiträge zur Fundirung neuer Stipendien sind von auswärtigen Gemeinden bereits in Aussicht gestellt. (sine spätere Bergrl׳s;erung der :lievenilen der Anstalt im Allgemeinen ist ferner nach auf Grund von Bestimmungen des Statuts für eine andere Fraenckel'sche Stiftung ״das DarlehnSinstitnt", deren Grösfnuug bevorsteht, in Aufsicht genommcn; indem eventuell Ueberschüsse jenes Instituts nach Bedürfnis; auch dem Seminar vvn denn Kuratorium zugewieseu werden tonnen; und ist auf jene betreffenden Bestimmungen auch in dem Statut für das jüdisch-theologische Seiuinar Rücksicht genommen. Die Bibliothek ist mit dem Ankauf der berühmten, an Handschriften und Inkunabeln reichen Saraval'schen Bibliothek, deren Erwerbung lange Unterhaildluugen mit dein Best per (dein Sohne des hochverdienten Sammlers) und nicht geringe Koiizessioiicii unsererseits vorangingen, begründet worden. Herr 01׳. Graeg wurde von uns mit der liebernähme dieses wissenschaftlichen Schapeö beauftragt und reiste zu dem Ende nach Triest; so ist denn die Sammlung wohlbehalten und vollständig hier angelangt. auch bereits neu katalvgisirt und ausgestellt. Geschieht nun Alles, rim die Seminarbibliothek nach der Seite der jüdischen Wissenschaften hin zu vervollständigen, so werden doch auch Realien und die klassischen Sprachen hierbei nicht außer Acht gelassen. So soll den Zöglingen der Anstalt neben dem durchweg unentgeltlichen Unterricht auch die Gelegenheit zur Bcnünung derjenigen Unterrichtsmittel gewährt werden, deren Anschaffung dem Ginzelncn oft schwer, wenn nicht unmöglich wird.- Das Lehrerkollegium der Anstalt besteht nun vor der Hand aus dem Direktor und den beiden genannten ordentlichen Lehrern; eine Bergrößerung desselben ist für den Fall des Bedürfirisses Vorbehalten; dieses wird auch für die Zahl der Hülfslehrcr (vorläufig zwei), welche außerhalb des Lehrerkollegiums stehen, entscheiden. Die erste ״öffentliche Bekanntmachung", welche die Eröff-