Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Eröffnung des jüdisch-theologischen Seminars
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 9)
- Language
- German
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Die Cvvöffnitu^ des jüdisch-theologischen @<111inarö. 301 Jßcr&ujjcnmg von Grundstücken und Kapitalien erfor- ״derlich ist. verliehen worden"s). Hierauf wird mitgcthcilt, wie durch einen Regierungöerlaß die Naturalisation des 0,-. Frankel als unerläßliche Bedingung für die Uebernahmc des Dircctorats aufgestellt wurde, so daß Frankel durch den Drang der Umstände sich zur festen rückhaltlosen Annahme des Directoratö veranlasst sah. ES wird dann fortgesahren: ״Dieser Gewinn ließ uns einen abermaligen nothwcndig damit verbundenen Aufschub deS Termins für die Eröffnung der Anstalt verschmerzen. Die Eröffnung war nämlich — urfprünglich noch für daö vorige Jahr in Aussicht genommen — später auf den 1. Mai dieses Jahres festgesetzt worden. Früher war auch die Bollendung deS innern Umbaues, aller »öthigcn Reparaturen und dem Zwecke überall entsprechenden Einrichtungen in dem für daö Seminar angetansten Hause unmöglich herzustellen. Nach vielen vergeblichen Bemühungen;11 diesem Zwecke hatte nämlich das Kuratorium die Freude, ein Haus zu finden und anr 13. April vorigen Jahres zu erwerbe», welches dem Seminar vermöge seiner Größe ebensowohl die Möglichkeit einer, dem allmäligen Wach st hum an Schülern stets cntsprcchendcn räumlichen Ausbreitung zu garantiren vermochte, als es durch seine gesunde und äußerst anmuthige Lage sehr viel zu jener Freudigkeit beim Lehren und Lernen beizutragen versprach, welche den Ernst der Studien nicht beeinträchtigt, während sie Geist und Herz erfrischt. — Dieses mit einem schönen Garten versehene, nach einer Seite an dem gesluidesten Theil der Promenade gelegene Haus, Wallstraße Nr. 1b, in welchem nunmehr zunächst der Dircctor und die etatsmäßigen Lehrer standesgemäße Amtswohnungen bezogen haben, fanden wir beim Ankauf in allen Räumen besetzt, konnten vor dem 1. October vorigen Jahres mit dem Umbau nicht beginnen und vor dein .1.' Mai dieses Jahres nicht fertig werden. Nach der Erklärung deS Herrn Di׳. Frankel, welche durch eine erschöpfende Darlegung des Sachverhältnisses motivirt war und dahin ging: daß er aus seiner Stellung als Oberrabbiner zu Dresden, zu welcher die Vokation von dem Hohen b> Die Statuten werden besonders gedruckt werden.