Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Chronologische Ansetzung der Schriftgelehrten von Antigonus aus Socho bis R. Akiba
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829164-2829172-2853191--01778-2853233- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Yanai 2× ep/1033832
OCR text
Wissenschaftliche Arissatze. 275 angenommen haben, daß einst Jehnda ben Tabbaj Räßi war. — Daß ick aber den Jannai voll 5Viddufchin L><»ri für Jochanan Hyrkanos und nickt für seinen Sohn Jannai Alerander halte, also die dortige Orzabiun^ nicht mit den Verfolgungen unter Letzterem in Verbindung bringe, geschiebt ans folgenden Gründen: 1) wegen deo Vorivlrrfes, daß seine Mutter sei in Modiiru zur Gefangenen gemacht worden, was auf die eine Generation spatere Mutter des Jannai Alerander nicht paßt: Diesen warf man blos vor aty^aXcoTGU YeyovoTa;mt. 13, 13, Ti, daß er von einer Gefangenen ab stamme, und daß Joseplurs dies auf seine Großmutter bezog, zeigt ib. 13, 10, 5; 2) zu der .^iddusckm 00a erzählten Verfolgung hetzte ein gewisser Gleasar den ziönig ans, und auch Josephus weiß von einem (5'leasar bei der Verfolgung unter Hyrkan; Z) soll nach beiden Grz ablern der Anlaß dazrr bei einem Gastmable erfolgt sein, die Verfolgung unter Jannai Alerander aber soll nach ant. 13, 13, 5 dadurch hervorgertlsen worden sein, daß ihn nn Tempel das Volk üisultirle; 4) findet sich bei Josephus keine Andeutnng, daß diese zweite Verso!gnng vorzugsweise gegen die Schriftgelehrten geriebtet war, und wenn Beraebot 4$a dies bebauptet ist, so ist diese Stelle durch die abweichende Darstellung Berackot jer. 7, 1. Nasir jer. 5, 3. Beresebit-rabba. hX. 01 mebr als paralysirt; 5) die zweite Verfolgung haben wir nach Josephus frühestens 1)5 v. nbl. Zeitr. anzu setzen: wenn aber nach ihr ״die Welt öde lag, bis Schimon beu Schatach kam", so würde entweder für das uachgewiesene Znsammenleben desselben mit dem schon 78 v. übl. Zeitr. gestorbenen Könige keine Zeit übrig sein, oder die ganze ״Dede" keine 10 Jahr gedauert baden! Nock verstärkt wird dieses Argument durch die Nachricht Babamezia jer. 2, 5, daß Schimon den Schatach, als er schon Schüler batte, in großer Dürftigkeit ein Flacksgesckast trieb, also seine hohe Stellung erst spater erlangtes. Wir gelangen also zu dem Resultat, daß wahrscheinlich vor 05 Jebuda beu Tabbaj das Präsidium erhielt, dieses aber nach 80 auf Schilnon ben Sebatack überging. Nehmen wir au, daß Beide bei dem Tode ihrer Lebrer um 110 v. übü. Zeitr. an 30 Jahre alt waren, so waren sie um 05, um welche Zeit!ich ihren Tod anzusetzen fand, an 75 Jahre alt gewesen, was recht gut paßt; 1׳) Ich habe schon im 1. Jahrg. dieser Monatsschrift S. 16. 517 aufmerksam gemacht, daß unter dem die Peruschim verfolgenden Jannai des Talmuds Jochanan Hyrcan gemeint und נאי' überhaupt eine (Lonrraclion aus יוחנן sei: dieses יגאי wurde Familienname für Jochanan Hyrcan un!d dessen Nachkommen. D- A.