Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 18)
- Language
- German
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266 Die neuere jiit'ifd'c l'itoratuv mid ihre Bcdnituiui. vicf R. sianai au?: 26che dem, ber feine Wahnnng bat (b. h. feine ('iorte^furd)t) unb b0cf) bk Jhiive u> einer Wahnung sich machen läßt lb. >1. bic Neligiansauellen kennen lernen will vcabbat 3111). Nach heißt ea daselbst: ״Watt achtet in dieser 26eit um )nähre Gottesfurcht", und an einer anderen Stelle (funnoi 72 b): 26״ehe den Schülern der (^'lehrten, die mit der sichtlichen Vehre sich beschästisien unb feine innere C^ottetjfurdit besinen: van ihnen wirb Spr. Sal. 17, 16. siesasit: ״״wozu ist der Prei? in der chand bea 2 hörend L6eisheit zu laufen — ahne >:ert!"" 26ie der San schon im Nllgemeinen galt, ״baß 6'elehrsamfeit nur bann 2kftanb habe, wenn aurdit bar Sünde voran־ sieht (x'lbot III. 6.)", sa wirb van dem für den!•')felnyaiKMutrer• ridit bä di ft begeisterten N. Simon Salm 2afisch (vgl. meinen vorigen 2<riep die 2lnwenbn»si hieraan and, auf die sperieile» Pehrgesienstänbe siewacht. ״So verdienstvoll es and) sei )heißt es Sabbat a. a. 0.', in bic einzelnen 2heile ber Mi fdt n a sam m l u n g einzubringen unb sie in fn־h auftunebmeu, sa gibt diese .üenntniß bad) dem :Nenststen feinen Hähern 26erth, wenn nid)t (mit Hinweisung auf 'u'f. 33, 6.) ,.״lnattesfurcht sein 2!arrath ist"". — 6׳in anderer ,vörberer des Sduilnnterrichts!:)(aha) äußert: ״Beim himmlischen Gerichte wirb der :Viensch unter 2lubern befragt, ab er an bestimmten Stunbeit mit dem ,ratschen in der lyntlichen Kehre sich besdiöftigt, ab er mit Sdiarffiun barüber bisputirt habe, oh er in beit Sinn der einzelnen Bestimnum!ןcu tief eiitsiebninsien sei 11. s. w.; selbst aber wenn alle diese siragen znsriebenstellenb beantwortet werben, erlangt er die Palme nickt, wenn nicht Gottesfurcht sein Barrach war b. h. ihn beseelte" (Sab. a. a. O.) Nls Mittel in der 6'0ttca furcht tu erstarken unb sein Veben danach einturidifett, warb darum auch den Schülern empfahlen, die, fa gewiditige Maralsententen und ethische Parabeln enthaltenden Hagadot und :V«i drasch im nicht zu vernachlässisien. Sa heißt ca 2lbat b. N. Nathan c. 26.: 26״er blae mit der Ritnalistif unb religiösen 6׳eseßgebu11g (Haladm) sich beschästigt, ahne auf den Midrasch zu achten, der hat die ״Furcht vor der Sünde" nach nicht in sich anfgeiwnunen; er gleicht einem Schwächling, den man mit T6affen oersehen hat. Wer aber blas mit dem Midrasch sich besaßt, ohne die Halacha, der hat nach nichts von eigentlicher Gelehrsamkeit gefastet; er gleicht