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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 7 · p. Seite 265

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 7
Article
Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
Date
1854-01-01
Page
Seite 265 (sequence 17)
Language
German
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Die neuere jüdische Literatur und il׳re Bedeutung. 265 Ausdrücken, wie die h. Schr. an den «leisten bezüglichen Stelle» sogar eine sprachliche Distincrion anwcndet. um ״edlere lessnrcht" von ״geineiner Furcht" >» unterscheiden ivergl. .(י. Wessely, Ga>1 Maul; Libschn. 5. c. 6. K!>.>, ferner >vie die spateren biblischen Bücher, namentlich die Psalmen, die Sprüche 'Seil,, Hiob, Kobel et, den Werth der Gottesfurcht anpreisen und sie als Anfang aller Weisheit und Erkenntnis; binstellench; gegenwärtiger Brief würde dann zu einer ״dogmengeschichtlichen Abbandlung" anschwellen, die ich mir vielleicht für eine andere Gelegenheit Vorbehalte. Heute genüge es die Bedeutung hervorzuheben, welche die Bildner des Iudenthnmü in der talmudischen Gpoche der ״Gottesfurcht" in dem eben dargestellten Sinne beilegten, und wie sie solche namentlich als Basis des religiösen U 1t t e r r i cto t ö' aufsaßren. So großen Werth auch die Kenntnis! des :lieligionsgeseneü hat, weil diese erst Klarheit gibt und selbst die frömmste Handlang nur durch klares Bewußtsein das wird was sie sein soll, darum ״keine Frömmigkeit ohne religiöses Wissen" (7אם א הבט־ אין יראה), so ist doch alles religiöse Forschen und Wissen eitel und gehaltlos ohne — Gottesfurcht (אם אץ ידאה אין הבטה)! Dies lehrt bereits ein Spruch des t)i. Glieser Sohn Bsariaü Mwt 111,17.). — ״Wer blos dein Studium der Neligionslehre obliegt ohne Gottesfurcht׳') zu besitzen, gleicht einem Verwalter, dem inan zwar die Schlüssel der inneren aber nicht der äußeren Gemächer zugestellk hat, wodurch es ilnn ja erst möglich werden kann in das Innere zu gelangen. Bon einein solchen Mensche» 2) lvs ist zu bemerken wie billigen im Buche •Vi'fca weniger ידאה ד,׳ als 'דעת ה bervvrgebvben wird sogt. 2 3 4.\ T2. — J, 0. — 0. 3. (>. —13 ׳, /». — H, 10.; nur ein einziges 3){al beifit 00 3 ,10 לא יראנו את ה׳.). Dies dürfte aus dem Umstünde zu erklären sein, das; das isr. Bvlk zur Feit Hosea's zu lies gesunken war, um für edlere (^otteosurcht empfänglich zu sein. Wo ft׳ grobsinnliche Vorstellungen und ausschweifende Abgöttereien berrscherid waren wie damals, mußte erst auf Läuterung der Begriffe l! in gearbeitet werden, el׳e wahre Gottesfurcht Raum gewinnen konnte. Ermahnungen zu .יראת wären nur mißverstanden und aus Furcht vor Strafe oder aus jenes dunkle Gefühl, welches auch zum Göjzendienstverleitet, gedeutet worden. 3) ״ יראת עמיסFurcht des Himmels" drückt der Liext sich aus, um anzudeuten, daß hier nicht von niederer Furcht, sondern von jener höheren, aus Bewunderung -er Große Gottes in der Natur, vornehmlich der Himmelskörper und deren regelmäßiger Bewegung, entflossenen innigen Gottesfurcht die Rede sei (L. Heller zu Abot I. 3.). Frankel, Monatsschrift. Hl. 7. 20

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