Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 19)
- Language
- German
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- Simlai 1× ep/1007159
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X'io neuere jüdisel'e Sitenitur und ihvo 'i'-cT-cnnnu\. 267 einem Selben ohne Waffen. Wer hin^e1\eu mir Beiden fid> beschäftigt, der ist ein Held in 'Waffen!" 'Aus diesen und ähnlichen. Stellen, deren noch viele anm führen waren, ersehen Sie, welcher Wem bei der religiösen Forschung, und dem Unterrichte vorherrschend war. ׳)licht war es darum;1! thun das besetz blo» dem 'Berstanke einzuprägen, sondern der ganze Mensch sollte von dem Geiste der ״Worte»- furcht" durchdrungen und von wahrer Frömmigkeit erfüllt werden. Dieser Gotre»geist, der auch über de» Wasser» der Halacha schwebte, beihätigte sich besonder» in so manchen gemürhvollen Auflegungen der heil. Schrift, Sagen und ffrzälp luugen, Gnomen und Sentenzen, die!»all der Jugend zur Belehrung, den Grivaehseneu zur ffrbaumig vortrug. — Bon diesem Geiste beseelt waren die Abfasser der Mischna, al» sie die schönsten und gewiehkigsten. Sine und Gorreesurcht aihwenden Sprüche, die seit Iahrlmnderken dem Munde der vor züglieheren Synagogenhäupter und Lehrer entflossen lvaren, zu einem Tlrauffe banden und sie als besonderen Trartai <genannt Abot oder Sprüche der Väter» der Mischnasanunluug inhärirten, damit Jung und Alk wisse und sich zu Herzen nehme, das; das ganze Geseb, schriftliche» und mündliches, aus den Säule» der Gottesfurcht, Demutl) und Frömmigkeit, >vie jene iuhaltreichen Sentenzen sie einprägen, beruhen müsse. — So!eher Geist war e» auch, der in der späteren talmudische» .;eit sich nicht minder regte und auf den ethischeir!heil des (5evcmo־ niaigesebes besonder» hinwies, wie z. B. der fromme Talmudlehrer!»!. Simlai, der die sämmtlichen biblischen Gebote und Verbote ans gewisse Hauptgebore zurücksührte, die alle übrigen in sich enthalten und endlich in das auf Gottesfurcht wurzelnde 65 0 ttvertr a u e n iriündeit H! Ich breche hier ab. Für die nächstfolgende Periode wird eine merkwürdige Wahrnehmung sich uns darbieten. Ist sonst gewöhnlich die Systematisiruug das Grab de» l^eistes, so wird hier im Gegeutheil der Geist es sein, der die Spstematisirung anregt und aus istr dann mit neuer Frische wieder hervorguillt. Das Durchdrungensein von wahrer Gottesfurcht oder von der 4) ES hei fit nicht זצדיק באמונה יחי׳, sondern סי.) באמונתו a hat6 ,2 ,׳.), also nicht blosier Glaube, Vertrauen, sondern eine emuna, wie sie den Gerechten oder Frommen beseelt, d. i. Gottesfürchtiges V ert ra u e n. 20'