Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 15)
- Language
- German
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Die neuere jüdische Yitevatm• und il've Bcdciitung. 263 loabrbaft sieh offenbart und meletie den ('Hureefuiifen in 11110 brennenb $11 erhalten im brande sind: ein innerer, frommer, uns anc\eborner t\ 0 11 eesü v cb t i 1\ e v Sinn, den die hoOräifdic Sprache Iirali ידאד.) (י oder vollständiger 'י־את די, ree־־את ׳ ober "ידאה מאד) nennt, ist es vielmehr,' dessen Ylenßerung und Wirkung vor Willem dazu gehört, um irgend etwas, das wir deuten, empsindeu oder anoiiben, als religiös bey'ielmen zu tonnen. Dieser das Oöcimith erfüllende goktessürchtige Sinn, ge tragen von der innigsteil Ueberzengung des Daseins eines allmächtigen, alliveisen und allliebenden höchstvolltommenen Wesens, das ich fürchte weil ich es liebe und das ich liebe indem ich es fürchte, ist Wurzel und Boden aller Religion. Die sturcht vor Strafe must in solche edlere gurclit und innige Berebrung tnotreo sich auflöfen, die Hoffnung au! Belohnung vor dieser in Yiebe und Hingebung sich üiijjernben ,,<5:1)rזurd>t ts'0tte^" znrüctrreie»; Glaube und vertrauen müssen aus sie sich stiinen. Deuten unb forschen mir ihr beginnen! Und diese Gotressnicht ist es, welche die mosaischen Urtnnben als erstes und wesentlichstes tnforbernif; zur Beobaebrnng der Religionsgebote hinstellen! Den (seist, der alles Glauben und Wissen, alles Yernen und Handeln ans religiösen! Webiete durchdringen must, coneentrirt der göttliche Geselzgeber in tsottesfurch t. — So lieistt es Deut. IO, 12. ״und >1»» Israel, was fordert der Hwige von dir, als den Hwigen, deinen (sott zu fürchten, in seinen Wegen zu wandeln, ihn zu lie- Iren n. s. 10." Das ist feilt bloßes Rbhäiigigteitsgefühl, feine ,Furcht vor Strafe, denn — Yiebe soll ja damit verbunden sein und sie bedingen! ״Yiebe den H'wigen deinen (sott von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Bermögcn" ward ja furz vorher als höchstes Gebot vertündet. Hin Wesen, dem ich blos gehorche weil ich es fürchte, weil dessen gewaltige!baten mir Schrecken einst osten, wie vermöchte ich es so innigst zu lieben!? — Dieser das höchste Wesen zugleich liebenbe und fürchtende Sinn darf aber nicht als iilibestimmtes, dunkles Gefühl sich kundgeben; klares Bewußtsein^ must vielmehr von 1) Der Bclkkiiistiiitt hat auch i» dieser Beneimuna stets den wahrhaftesten Ausdruck für Nclüiwsitäk w'fuudeu. lim einen religtäse» Man» z» bezeichne» fnflftf man nicht ״er ist ein ,בעי) אטוגר", sondern ״ein .בער יראד"!