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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 7 · p. Seite 261

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 7
Article
Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
Date
1854-01-01
Page
Seite 261 (sequence 13)
Language
German
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Tie neuere, jüdische Literatur n»d ihre Ü'ebeutunn. 261 fiolju uub Berg ei tu inh. ״'X'ae* allmächtige Wesen wird, wenn wir seinen und! geossenbarten Willen vollziehen, den wohlverdiente» Lohn dafür uns gewiß nicht vorenthalten"; in dieser Erwartung sucht man sich ihm gefällig zu erweisen, gleichwie einem Mächtigen von dem man Gutes für erzeigte Dienste erheischt (0-2 n.׳v עבודה על). — Ist nun allerdings die Hoffnung auf Bergeltung zu sehr in der Natur des Mein scheu — als eines vernünftig-sinnlichen Wesens — begründet, um solche ganz abzuweisen; bleiben darum edle und gorlgefällige Handlungen auch dann noch verdienstlich, selbst wenn sie ans diesem Impulse hervorgingen, so bekundet doch der bloße Hinblick aus Lohn bei Ausübung der!hat eine niedere Gntwickelnngsstnfe religiöser Anschauung. hBgl. L. Heller zu Abot 1.3.) — Doch der Gesichtskreis erweitert sich; der Mensch fühlt endlich selbst wie kindisch und unwürdig jene Furcht, ivie beschränkt und selbstsüchtig jener!haiendrang ״um des Lohnes willen" war. deines von Beiden kann also der rechte llting sein, ihn mit Gott zu verbinden! — (nii neuer Factor tritt nun ans. um das (Göttliche in uns zum Bewußtsein zu bringen: der Glaube. Nicht gradehin Furcht vor Strafe, nicht bloße Hoffnung auf 'Vergeltung regen ן out zur Bollziehnng des görtlicheu Willens an, sondern die gläubige Annahme Alles dessen, was Großes und Wunderbares von Galt und den Männern, die er auserwählt Hai, uns erzählt wird. — Wie aber muß der Glaube beschaffen sein, um als wahrhaft-religiöser Ausdruck ja gelten? Ans welchen Säulen muß er ruhen, um im Stande zu sein, den Zweifeln, die von so manchen Seiten gegen ihn andringen und sein Bollwerk zu zerstören drohen, ividerstehen zu tonnen? Genügt bloßes Fürwahrhallen der Glaubenssätze ohne weitere Prüfung, oder ist eine durch Bernunftthätigkeit zu vermittelnde nähere Begründung ersorderiich? Im ersteren Falle, welches 'Wahrzeichen stellt sich mir dar. daß mein Glaube der richtige sei; welche Schutzwehr hütet mich vor den Abwegen sinnlosen Wahnglaubens oder gefährlicheu Aberglaubens? — Im andern Falle aber, soll nämlich die menschliche Forschung noch hinzulreten müssen, um die Lehrsätze des Glaubens zu bestätigen oder zu verwerfen, aus zuhaltcn, wie z. B. in der Pcriede Mardechai und Esther'»; darum heißt es von dieser Zeit קימו מר. שקבלו כבר .

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